Tool zur Erstellung von Online-Tests und Lerneinheiten: Classtime (Kahoot-Alternative)

Was ist Classtime?

Auf der Website classtime.com (externer Link) können Lehrer nach Login Quizzes erstellen, die die Schüler dann am PC, Tablet oder Smartphone lösen können. Dazu muss der Lehrer nur den Link mit den Schülern teilen. Die Quizzes kann man dann entweder im Unterricht gemeinsam bearbeiten oder als Hausaufgabe aufgeben. Die Lehrperson kann dabei sehen, wer die Aufgaben bearbeitet hat und wie viele Punkte erzielt wurden.

Welche Aufgabentypen gibt es?

Was mich an ähnlichen Angeboten wie Kahoot!, Quizziz und Quizialize immer gestört hat, ist die verhältnismäßig kleine Auswahl an Aufgabenformaten; meist lässt das Programm nur Single- oder Multiple-Choice-Aufgaben zu. Classtime bietet hingegen mehrere Alternativen:

  • Single Choice (eine richtige Antwort)
    Which word is spelled correctly? I have two sisters and one …
    [ ] borther
    [ ] brother
    [ ] brohter
  • Multiple Choice (eine oder mehrere richtige Antworten)
    Tick all family members.
    [ ] father
    [ ] grandma
    [ ] pencil
    [ ] aunt
    [ ] desk
  • Wahr oder falsch
    Penguins can fly.
    [ ] Wahr
    [ ] Falsch
  • Freitext (Schüler können eine beliebige Antwort schreiben, die nicht automatisch korrigiert wird)
    In your opinion, should 16-year-olds be allowed to vote?
  • Kategorisieren (ein Raster zum Ankreuzen wird erstellt)
    Which category does the word belong to?
    1. animal 2. fruit
    apple
    dog
    bird
    banana
  • Sortieren (Elemente in die richtige Reihenfolge bringen)
    Put the elements in the right order: My brother Tim …
    [ ] eats
    [ ] always
    [ ] for breakfast
    [ ] a peanut butter jelly sandwich.
  • Hervorheben von Text (man kann in einen Text beliebig viele Alternativen auswählen):
    Pete has many [pet / pets / pet’s]. He has two [budgys / budgies / budgie’s], ten [mice / mouses / mouss] and three [gooses / geese].
  • Hotspot (auf einem Bild werden einer oder mehrere klickbare Bereiche festgelegt)
    Click all objects that start with the letter B.

Statt selbst ein Quiz zu erstellen, kann man auch in der Fragenbibliothek nach fertigen Sets suchen, diese kopieren und bearbeiten.

Beim Erstellen der Fragen kann man auch Bilder oder Videos einbinden und den Lösungen Erklärungen hinzufügen.

Durchführung

Nachdem man nun den Test erstellt hat, klickt man auf „Lektion starten“ und erhält daraufhin einen Link, den man mit den Schülern teilen kann. Standardmäßig löst jeder Schüler den Test für sich allein. Man kann jedoch auch die Option „rundenbasiert“ wählen und damit die Aufgaben gemeinsam lösen und besprechen. Außerdem kann man entscheiden, ob die Schüler die Lösungen sofort oder erst später sehen sollen.

Nach dem Quiz können die Schüler zudem selbst einschätzen, ob sie den Lernstoff beherrschen oder ob noch Wiederholungsbedarf besteht.

Urteil

Ich habe Classtime bisher erst einmal im Unterricht verwendet. Gut gefallen mir folgende Aspekte:

  • Einbindung von Bildern und Videos
  • große Auswahl an Fragetypen
  • Möglichkeit, jeder Frage eine Lösung beizugeben
  • individuelle Bearbeitung der Aufgaben
  • Lösung sofort oder erst am Ende anzeigbar
  • Schüler können am Ende mitteilen, wie gut sie den Stoff verstanden haben.

Was in meinen Augen noch fehlt, ist eine Möglichkeit, Kurzantworten automatisch zu korrigieren („Fill in the correct form of the verb in the simple past: Tim … (eat) a peanut butter jelly sandwich.“). Auch ein „Matching“-Format wäre nett.

In der kostenlosen Version sind (logischerweise) einige sinnvolle Funktionen (wie Zeitlimits und Teilpunkte) nicht verfügbar, allerdings lässt sich das Tool insgesamt auch mit einem Basis-Account gut nutzen.

Den Schülern haben Kahoot! und quizlet dank des einfachen Spielprinzips und des Wettbewerbscharakters übrigens mehr Spaß gemacht als classtime (eventuell ist dies in der „rundenbasierten“ Version anders); daher würde ich classtime eher als Alternative zu klassischen Übungs-Hausaufgaben einsetzen.

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Einfache Vokabel-Sudokus

Heute gibt es wieder einmal was zum Rätseln: Drei 4×4-Vokabel-Sudokus (s. Blog) mit den Kategorien pets, people, numbers und objects; zusätzlich gibt es im Dokument ein Glossar und natürlich Lösungen. Der Wortschatz sollte schon im 1. Lernjahr bekannt sein.

Three vocabulary sudokus (PDF) (DOC)

vocabulary sudoku

So sieht das erste Vokabel-Sudoku aus: In jeder Zeile, Spalte und jedem Block kommen die Kategorien 1-4 je einmal vor.

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Lerncheck: Grammatik der 6. Klasse

Wenn der Lerncheck zur Grammatik der 5. Klasse euch viel zu leicht war, könnt ihr euch jetzt an der Grammatik der 6. Klasse versuchen. Das Dokument enthält 20 Aufgaben zu den wichtigsten Grammatikthemen des zweiten Lernjahres und einen ausführlichen Lösungsteil mit Erklärungen.

Bitte beachten: Die Stoffverteilung kann sich je nach Bundesland, Schulform und Lehrbuch unterscheiden – es kann also sein, dass ein Thema bei euch schon früher oder später behandelt wird. Schaut euch dazu am besten die Inhaltsübersicht auf Seite 19/20 an.

Lerncheck Grammatik 6. Klasse (PDF) (DOCX)

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Englischkenntnisse testen: Grammatik 5. Klasse

Heute gibt es einen Test mit 21 Aufgaben zu den Grammatikinhalten des ersten Lernjahrs. Ich habe mich bei der Erstellung damals an den Lehrwerken English G2000, English G21 und Green Line (2006) orientiert; die konkreten Inhalte können natürlich je nach Lehrwerk, Bundesland und Schulform unterschiedlich sein.

Sinn und Zweck des Tests ist es, Wissenslücken aufzudecken und über die eigenen Sprachkenntnisse zu reflektieren. Ich würde ihn tatsächlich weniger für die Unterstufe, sondern eher für höhere Klassen oder Wiedereinsteiger empfehlen. Am Ende gibt es eine ausführliche Lösung mit Regelerklärung.

Hier geht’s zum Test: (PDF) (DOCX)

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Hör-Seh-Verstehen: Video über Edinburgh

Heute gibt es noch einmal eine Landeskunde- und Video-Stunde.

Im Video „Kids View: Edinburgh“ von Family Travel (Youtube-Kanal) erzählen Jugendliche aus Edinburgh von den Sehenswürdigkeiten ihrer Heimatstadt. Ich habe es damals als Ergänzung zur Scotland-Unit in Green Line 2 eingesetzt.

Das Arbeitsblatt dazu ist für die sechste Klasse gedacht und umfasst sechs Aufgaben (Einstieg, 3xHör-Seh-Verstehen, Partner-Dialog, Poster-Projekt) und eine Vokabelliste.

Hier geht’s zum Arbeitsblatt (PDF) (DOCX) …

… und hier zum Video auf youtube.

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Noch ein bisschen Etymologie: Englisch / Deutsch

Englisch kommt vielen Deutsch-Muttersprachlern einfacher vor als andere Fremdsprachen wie zum Beispiel Französisch. Ein Grund dafür ist die enge Verwandtschaft zwischen den beiden Sprachen. Wenig überraschend: Die Angeln, nach denen die englische Sprache ihren Namen hat, waren immerhin ein germanischer Stamm aus Norddeutschland. Als diese im 5. Jahrhundert zusammen mit einigen anderen Stämmen nach Britannien übersiedelten, nahmen sie ihre Sprache natürlich mit.

Bei manchen englischen Wörtern sieht man ja sofort eine Ähnlichkeit zum Deutschen – man denke nur an „garden“ vs. „Garten“. Bei anderen Wörtern ist die Verwandtschaft jedoch nicht gleich so offensichtlich. Ich habe einmal ein paar Beispiele aus dem Anfangsunterricht ausgesucht:

1. desk

Diese Wörter gehen beide auf das lateinische Wort discus für „Schüssel“ zurück – ursprünglich waren damit wohl Platten gemeint, die die Esser gleichzeitig als Tisch und Teller verwendeten. Daraus wurde dann das germanische tisc und das altenglische disc. Damit verwandt sind auch die Wörter dish (für Teller bzw. Gericht), discus (Sportgerät) und die compact disk (CD).

2. town

Das Wort town (kleine Stadt) ist verwandt mit dem deutschen Zaun. Eine town war also ein befestigter („eingezäunter“) Bereich, in dem eine Gruppe von Menschen lebte.

Den Wandel von t zu z / s können wir auch bei vielen anderen Wörtern beobachten, zum Beispiel:

ten – zehn
two – zwei (oder „zwo“)
toe – Zeh
to tell – erzählen
water – Wasser
white – weiß

Diese Unterschiede entstanden im Rahmen der zweiten Lautverschiebung, die wahrscheinlich Anfang des 7. Jahrhunderts nach Christus begann. Sie ist auch für andere regelhafte Unterschiede bei den Konsonanten verantwortlich, wie beispielsweise k zu ch (break – brechen, make – machen), d zu t (day – Tag, bed – Bett) oder p zu f (sheep – Schaf, ripe – reif).

3. horse

Mit dem Wort Pferd hat das englische horse zugegebenermaßen nicht viel gemein – wohl aber mit einem anderen Wort: Ross. Beide stammen aus der indogermanischen Wurzel *harss-; im Deutschen wurden nur der Vokal und der Konsonant vertauscht. Dieser Vorgang heißt Metathese (engl. metathesis) und kommt auch bei anderen Wörtern vor, wie zum Beispiel:

third – dritter
to burn – brennen

Metathese ist ein Phänomen, das uns auch im gegenwärtigen Englisch begegnet – wenn jemand zum Beispiel nucular statt nuclear oder perscription statt prescription sagt.

Das Wort Pferd wiederum hat seine eigene, bizarre Etymologie: Es kommt von dem spätlateinischen paraveredus, das „Nebenpferd“ bedeutet (das „Ersatztier“, das Postreiter für lange Strecken mitführten).

4. box

Das Wort box (Schachtel, Kasten, Dose) ist verwandt mit der deutschen Büchse; eigentlich ganz naheliegend, wenn man darüber nachdenkt.

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Columbus Day Special: Wortschatz, Hör-Seh-Verstehen und Schreiben

Der zweite Montag im Oktober ist Columbus Day – ein Anlass, sich einmal näher mit dem Entdecker aus Genua zu beschäftigen. Das heutige Arbeitsblatt  bietet wie das 4th of July-Spezial Aufgaben zu einer externen Quelle, in diesem Fall zu einem Video von Bad Crayfish Productions auf youtube. An das Hör-Seh-Verstehen schließt sich ein kurzes Leseverstehen zum Thema „Entfernung einer Columbus-Statue aus einem Park“ an, zu dem die SchülerInnen einen Kommentar verfassen sollen. Zielgruppe ist 10. Klasse und höher.

Arbeitsblatt:  (PDF) (DOCX)

Youtube-Video: „Christopher Columbus – What Really Happened“ (https://www.youtube.com/watch?v=aF_unlvjccA)

 

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Arbeitsblätter zum Thema Herbst

Pünktlich zur herbstlichen Tag- und Nachtgleiche am heutigen Tag gibt es zwei Arbeitsblätter zum Thema „autumn / fall“.

Leseverstehen mit Schreibaufgabe ab ca. 7. Klasse: Autumn in America (DOCX) (PDF)

Five-Minute-Worksheet mit Wortschatz-Rätsel (herbstliche Begriffe) und Leseverstehen zum Thema Igel ab ca. 6. Klasse: (DOCX) (PDF)

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Neues Rätsel zum Sprachenlernen: Vokabel-Sudoku

Zum Ausprobieren: dieses Rätsel mit Lösung (PDF)

Vor einer ganzen Weile habe ich mal verschiedene Rätselarten vorgestellt, die sich für den Sprachunterricht adaptieren lassen. Heute dazu eine kleine Erweiterung: das Vokabel-Sudoku.

In meinem Vokabel-Sudoku entspricht jede Zahl (1-9) einer Kategorie: Monate, Obst, Gemüse, Familienmitglieder, Getränke, Sportarten, Zahlen, Farben und Kleidungsstücke. (Ja, ich weiß – sind Tomaten jetzt Obst oder Gemüse, und müssen Kartoffeln nicht sonstwohin gerechnet werden…? Ich bin zu dem einfachen Schluss gekommen: Wenn man es nicht in einen Obstsalat tun würde, ist es in diesem Sudoku ein Gemüse ;)).

In jedem Feld, das nicht vorgegeben ist, hat der Spieler nun drei Alternativen, aus denen er die richtige auswählen muss.

Vokabel-Sudoku

Ich habe das Sudoku gestern erstellt und heute ausprobiert. Obwohl nur drei Alternativen zur Auswahl stehen, fand ich es ganz schön knifflig und auch sehr interessant, weil man bei jedem Wort nochmal darüber nachdenken muss, welcher Kategorie es jetzt doch gleich zuzuordnen ist. Für die Festigung von Wortschatz scheint es mir deshalb ganz effektiv, auch wenn ich es noch nicht mit Schülern ausprobiert habe.

Einsatzmöglichkeiten: Für Vokabeln oder Grammatik (z.B. verschiedene Zeiten identifizieren, „unregelmäßiges simple past“, „unregelmäßiges past participle“, „unregelmäßiger Plural“, „unzählbares Substantiv“ als Kategorien).

Erstellung: Man nehme ein bereits gelöstes Sudoku (z.B. im Internet generieren lassen) und ersetze die Zahlen durch Begriffe der gewünschten Kategorien. Bei den nicht vorgegebenen Zahlen anschließend zwei falsche Auswahlmöglichkeiten hinzufügen. Leider recht zeitaufwendig; hier fehlt ein Generator wie der puzzle maker für Kreuzworträtsel 🙂 Die Schwierigkeit lässt sich einfach variieren, indem man z.B. auf Sechser- oder Vierer-Sudokus zurückgreift.

Ein wenig Web-Recherche offenbarte, dass ich natürlich nicht die erste mit dieser gloriosen Idee war. Der Hueber Verlag hat nicht nur das Sudoku fürs Sprachenlernen entdeckt, sondern sich sogar den Begriff „wodoku®“  schützen lassen 😉 Soweit ich dies nach einem kurzen Blick in die Leseprobe beurteilen kann, funktionieren diese Rätsel allerdings nach einem etwas anderen Prinzip: Statt für eine Kategorie steht jede Zahl für ein einzelnes Wort, das zur einfacheren Erkennung  farbig unterlegt ist (z.B. 1 = black, 2 = red …). Der Lerneffekt soll hier über das mehrfache Schreiben des Wortes erfolgen.

Über Rückmeldung zu euren Erfahrungen mit diesen und anderen Vokabelsudokus (per Kommentar oder an englischhelfer@yahoo.com) würde ich mich sehr freuen!

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Die Zeiten im Englischen richtig benennen

Die Zeiten im Englischen sind auf den ersten Blick furchtbar verwirrend. Es kommt einem gerne so vor, als gäbe es eine unendliche Zahl davon, die anscheinend vollkommen willkürlich benannt sind.

Zum Glück ist das aber gar nicht so! Man muss eigentlich nur sehr wenige Wortbestandteile kennen, um sich den Namen einer Zeit herleiten zu können.

PUNKT 1: Simple and complex tenses – einfache und zusammengesetzte Zeiten

Zunächst einmal müssen wir uns verdeutlichen, wie die Zeiten im Englischen aufgebaut sind. Es gibt nur zwei sogenannte „simple“ tenses, die aus einem einzigen Wort (mit angefügten Endungen) bestehen. Das sind das simple present (die einfache Gegenwart) und das simple past (die einfache Vergangenheit).

simple present: I play. (Ich spiele)
simple past: I played. (Ich spielte)

Alle anderen Zeiten sind zusammengesetzt – das heißt, wir brauchen Hilfsverben, um sie zu bilden. Glücklicherweise gibt es da erst einmal nur zwei – to have und to be. Sie können natürlich in verschiedenen Zeiten gebraucht und auch kombiniert werden.

to have: I have gone, I had gone, I will have gone …
to be: I am going, I was going, I will be going, I had been going …

Desweiteren gibt es dann noch die Konstruktionen will + Infinitiv und be going to + Infinitiv, mit denen man ausdrücken kann, dass etwas in der Zukunft geschehen wird.

 

Punkt 2: TENSE – Die Zeit

„Tense“ oder einfach „Zeit“ sagt uns, wann eine Handlung passiert ist – jetzt, früher, oder noch gar nicht. „Tenses“ gibt es im Englischen tatsächlich nur drei, und zwar:

PRESENT – Gegenwart oder Präsens: Ich gehe.
Bsp: I play, I am playing, I have played, I have been playing.

PAST – Vergangenheit: Ich ging.
Bsp: I played, I was playing, I had played, I had been playing.

FUTURE – Zukunft: Ich werde gehen.
Bsp: I will play, I will be playing, I will have played; I‘m going to play

 

Punkt 3: ASPECT – Der Aspekt

Das wäre wunderbar einfach – allerdings gibt es neben TENSE noch ein weiteres Merkmal, in dem sich die englischen Zeiten unterscheiden. Das ist der sogenannte ASPEKT. Der Aspekt sagt uns nicht, wann eine Handlung passiert ist, sondern wie diese Handlung gesehen wird. Hier müssen wir uns drei Begriffe merken:

a) PROGRESSIVE: Der progressive aspect wird mit einer Form von to be und der ing-Form gebildet. Die Form von to be passt sich in der Zeit an: Für das present progressive nimmt man die Präsens-Formen von to be (am, is, are), für das past progressive die Vergangenheitsformen (was, were) … und so fort.

 

present progressive I am playing.
past progressive I was playing.
future progressive I will be playing.

b) SIMPLE: Simple bedeutet einfach nur „kein progressive“ – d.h. kein be + ing-Form.

simple tense progressive tense (be + ing)
I play. I am playing.
I played. I was playing.

Die Bedeutung des progressive aspects ist, dass sich eine Handlung zu einem bestimmten Zeitpunkt im Verlauf befindet und noch nicht abgeschlossen ist – im Gegensatz zum simple aspect. Vergleiche:

  • simple: I’ve cleaned the car. Look how shiny it is!
    – Ich habe das Auto gewaschen. Schau, wie sauber es ist. (Ergebnis wird betont, abgeschlossen)
  • progressive: I’ve been cleaning the car, but I’m still not done.
    – Ich wasche (seit einiger Zeit) das Auto, aber ich bin immer noch nicht fertig. (Vorgang wird betont, nicht abgeschlossen)

c) PERFECT: Der perfect aspect sagt aus, dass etwas vor einer anderen Handlung geschehen ist. Man bildet ihn mit einer Form von have und dem past participle (d.h. der ed-Form oder „dritten Spalte“).

Den perfect aspect gibt es in allen drei Zeiten …

  • The windows are clean (present) because I have just cleaned (present perfect) them.
    – Die Fenster sind sauber, weil ich sie gerade geputzt habe.
  • The windows were clean (past) because I had just cleaned (past perfect) them.
    – Die Fenster waren sauber, weil ich sie gerade geputzt hatte.
  • The windows will be clean (future) because I will have cleaned (future perfect) them.
    – Die Fenster werden sauber sein, weil ich sie geputzt haben werde.

… und natürlich auch mit dem progressive aspect kombiniert:

  • present perfect progressive: I have been cleaning.
  • past perfect progressive: I had been cleaning.
  • future perfect progressive: I will have been cleaning.

 

Und nun zur Anwendung.

Um eine Zeit richtig zu benennen, müssen wir uns also nur drei Fragen stellen:

a. In welcher Zeit steht das Verb bzw. Hilfsverb – past, present, future?
b. Gibt es eine Form von have und ein Past participle – perfect oder nicht?
c. Gibt es eine Form von to be mit ing-Form – progressive oder simple?

present, past, future? perfect (have + past participle) progressive (be + ing) oder simple? Name der Zeit
I am going am: present nein progressive present progressive
I was going was: past nein progressive past progressive
I will be going will be: future nein progressive future progressive
I have gone have: present ja simple present perfect
I have been going have: present ja progressive present perfect progressive
I had been going had: past ja progressive past perfect progressive
I went went: past nein simple past simple

 

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