Columbus Day Special: Wortschatz, Hör-Seh-Verstehen und Schreiben

Der zweite Montag im Oktober ist Columbus Day – ein Anlass, sich einmal näher mit dem Entdecker aus Genua zu beschäftigen. Das heutige Arbeitsblatt  bietet wie das 4th of July-Spezial Aufgaben zu einer externen Quelle, in diesem Fall zu einem Video von Bad Crayfish Productions auf youtube. An das Hör-Seh-Verstehen schließt sich ein kurzes Leseverstehen zum Thema „Entfernung einer Columbus-Statue aus einem Park“ an, zu dem die SchülerInnen einen Kommentar verfassen sollen. Zielgruppe ist 10. Klasse und höher.

Arbeitsblatt:  (PDF) (DOCX)

Youtube-Video: „Christopher Columbus – What Really Happened“ (https://www.youtube.com/watch?v=aF_unlvjccA)

 

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Arbeitsblätter zum Thema Herbst

Pünktlich zur herbstlichen Tag- und Nachtgleiche am heutigen Tag gibt es zwei Arbeitsblätter zum Thema „autumn / fall“.

Leseverstehen mit Schreibaufgabe ab ca. 7. Klasse: Autumn in America (DOCX) (PDF)

Five-Minute-Worksheet mit Wortschatz-Rätsel (herbstliche Begriffe) und Leseverstehen zum Thema Igel ab ca. 6. Klasse: (DOCX) (PDF)

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Neues Rätsel zum Sprachenlernen: Vokabel-Sudoku

Zum Ausprobieren: dieses Rätsel mit Lösung (PDF)

Vor einer ganzen Weile habe ich mal verschiedene Rätselarten vorgestellt, die sich für den Sprachunterricht adaptieren lassen. Heute dazu eine kleine Erweiterung: das Vokabel-Sudoku.

In meinem Vokabel-Sudoku entspricht jede Zahl (1-9) einer Kategorie: Monate, Obst, Gemüse, Familienmitglieder, Getränke, Sportarten, Zahlen, Farben und Kleidungsstücke. (Ja, ich weiß – sind Tomaten jetzt Obst oder Gemüse, und müssen Kartoffeln nicht sonstwohin gerechnet werden…? Ich bin zu dem einfachen Schluss gekommen: Wenn man es nicht in einen Obstsalat tun würde, ist es in diesem Sudoku ein Gemüse ;)).

In jedem Feld, das nicht vorgegeben ist, hat der Spieler nun drei Alternativen, aus denen er die richtige auswählen muss.

Vokabel-Sudoku

Ich habe das Sudoku gestern erstellt und heute ausprobiert. Obwohl nur drei Alternativen zur Auswahl stehen, fand ich es ganz schön knifflig und auch sehr interessant, weil man bei jedem Wort nochmal darüber nachdenken muss, welcher Kategorie es jetzt doch gleich zuzuordnen ist. Für die Festigung von Wortschatz scheint es mir deshalb ganz effektiv, auch wenn ich es noch nicht mit Schülern ausprobiert habe.

Einsatzmöglichkeiten: Für Vokabeln oder Grammatik (z.B. verschiedene Zeiten identifizieren, „unregelmäßiges simple past“, „unregelmäßiges past participle“, „unregelmäßiger Plural“, „unzählbares Substantiv“ als Kategorien).

Erstellung: Man nehme ein bereits gelöstes Sudoku (z.B. im Internet generieren lassen) und ersetze die Zahlen durch Begriffe der gewünschten Kategorien. Bei den nicht vorgegebenen Zahlen anschließend zwei falsche Auswahlmöglichkeiten hinzufügen. Leider recht zeitaufwendig; hier fehlt ein Generator wie der puzzle maker für Kreuzworträtsel 🙂 Die Schwierigkeit lässt sich einfach variieren, indem man z.B. auf Sechser- oder Vierer-Sudokus zurückgreift.

Ein wenig Web-Recherche offenbarte, dass ich natürlich nicht die erste mit dieser gloriosen Idee war. Der Hueber Verlag hat nicht nur das Sudoku fürs Sprachenlernen entdeckt, sondern sich sogar den Begriff „wodoku®“  schützen lassen 😉 Soweit ich dies nach einem kurzen Blick in die Leseprobe beurteilen kann, funktionieren diese Rätsel allerdings nach einem etwas anderen Prinzip: Statt für eine Kategorie steht jede Zahl für ein einzelnes Wort, das zur einfacheren Erkennung  farbig unterlegt ist (z.B. 1 = black, 2 = red …). Der Lerneffekt soll hier über das mehrfache Schreiben des Wortes erfolgen.

Über Rückmeldung zu euren Erfahrungen mit diesen und anderen Vokabelsudokus (per Kommentar oder an englischhelfer@yahoo.com) würde ich mich sehr freuen!

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Die Zeiten im Englischen richtig benennen

Die Zeiten im Englischen sind auf den ersten Blick furchtbar verwirrend. Es kommt einem gerne so vor, als gäbe es eine unendliche Zahl davon, die anscheinend vollkommen willkürlich benannt sind.

Zum Glück ist das aber gar nicht so! Man muss eigentlich nur sehr wenige Wortbestandteile kennen, um sich den Namen einer Zeit herleiten zu können.

PUNKT 1: Simple and complex tenses – einfache und zusammengesetzte Zeiten

Zunächst einmal müssen wir uns verdeutlichen, wie die Zeiten im Englischen aufgebaut sind. Es gibt nur zwei sogenannte „simple“ tenses, die aus einem einzigen Wort (mit angefügten Endungen) bestehen. Das sind das simple present (die einfache Gegenwart) und das simple past (die einfache Vergangenheit).

simple present: I play. (Ich spiele)
simple past: I played. (Ich spielte)

Alle anderen Zeiten sind zusammengesetzt – das heißt, wir brauchen Hilfsverben, um sie zu bilden. Glücklicherweise gibt es da erst einmal nur zwei – to have und to be. Sie können natürlich in verschiedenen Zeiten gebraucht und auch kombiniert werden.

to have: I have gone, I had gone, I will have gone …
to be: I am going, I was going, I will be going, I had been going …

Desweiteren gibt es dann noch die Konstruktionen will + Infinitiv und be going to + Infinitiv, mit denen man ausdrücken kann, dass etwas in der Zukunft geschehen wird.

 

Punkt 2: TENSE – Die Zeit

„Tense“ oder einfach „Zeit“ sagt uns, wann eine Handlung passiert ist – jetzt, früher, oder noch gar nicht. „Tenses“ gibt es im Englischen tatsächlich nur drei, und zwar:

PRESENT – Gegenwart oder Präsens: Ich gehe.
Bsp: I play, I am playing, I have played, I have been playing.

PAST – Vergangenheit: Ich ging.
Bsp: I played, I was playing, I had played, I had been playing.

FUTURE – Zukunft: Ich werde gehen.
Bsp: I will play, I will be playing, I will have played; I‘m going to play

 

Punkt 3: ASPECT – Der Aspekt

Das wäre wunderbar einfach – allerdings gibt es neben TENSE noch ein weiteres Merkmal, in dem sich die englischen Zeiten unterscheiden. Das ist der sogenannte ASPEKT. Der Aspekt sagt uns nicht, wann eine Handlung passiert ist, sondern wie diese Handlung gesehen wird. Hier müssen wir uns drei Begriffe merken:

a) PROGRESSIVE: Der progressive aspect wird mit einer Form von to be und der ing-Form gebildet. Die Form von to be passt sich in der Zeit an: Für das present progressive nimmt man die Präsens-Formen von to be (am, is, are), für das past progressive die Vergangenheitsformen (was, were) … und so fort.

 

present progressive I am playing.
past progressive I was playing.
future progressive I will be playing.

b) SIMPLE: Simple bedeutet einfach nur „kein progressive“ – d.h. kein be + ing-Form.

simple tense progressive tense (be + ing)
I play. I am playing.
I played. I was playing.

Die Bedeutung des progressive aspects ist, dass sich eine Handlung zu einem bestimmten Zeitpunkt im Verlauf befindet und noch nicht abgeschlossen ist – im Gegensatz zum simple aspect. Vergleiche:

  • simple: I’ve cleaned the car. Look how shiny it is!
    – Ich habe das Auto gewaschen. Schau, wie sauber es ist. (Ergebnis wird betont, abgeschlossen)
  • progressive: I’ve been cleaning the car, but I’m still not done.
    – Ich wasche (seit einiger Zeit) das Auto, aber ich bin immer noch nicht fertig. (Vorgang wird betont, nicht abgeschlossen)

c) PERFECT: Der perfect aspect sagt aus, dass etwas vor einer anderen Handlung geschehen ist. Man bildet ihn mit einer Form von have und dem past participle (d.h. der ed-Form oder „dritten Spalte“).

Den perfect aspect gibt es in allen drei Zeiten …

  • The windows are clean (present) because I have just cleaned (present perfect) them.
    – Die Fenster sind sauber, weil ich sie gerade geputzt habe.
  • The windows were clean (past) because I had just cleaned (past perfect) them.
    – Die Fenster waren sauber, weil ich sie gerade geputzt hatte.
  • The windows will be clean (future) because I will have cleaned (future perfect) them.
    – Die Fenster werden sauber sein, weil ich sie geputzt haben werde.

… und natürlich auch mit dem progressive aspect kombiniert:

  • present perfect progressive: I have been cleaning.
  • past perfect progressive: I had been cleaning.
  • future perfect progressive: I will have been cleaning.

 

Und nun zur Anwendung.

Um eine Zeit richtig zu benennen, müssen wir uns also nur drei Fragen stellen:

a. In welcher Zeit steht das Verb bzw. Hilfsverb – past, present, future?
b. Gibt es eine Form von have und ein Past participle – perfect oder nicht?
c. Gibt es eine Form von to be mit ing-Form – progressive oder simple?

present, past, future? perfect (have + past participle) progressive (be + ing) oder simple? Name der Zeit
I am going am: present nein progressive present progressive
I was going was: past nein progressive past progressive
I will be going will be: future nein progressive future progressive
I have gone have: present ja simple present perfect
I have been going have: present ja progressive present perfect progressive
I had been going had: past ja progressive past perfect progressive
I went went: past nein simple past simple

 

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Stunde zum Thema „classroom language“ für die 6. Klasse

Eine kleine Wiederholung zum Thema „classroom language“ mit einem Memory-Spiel und einer Partnerübung, auch als Vertretungsstunde für die 6. (u.U. auch 5. oder 7.) Klasse geeignet. Hier die Arbeitsblätter als Download: (PDF) (DOCX).

 

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Kommaregeln im Englischen

Zu diesem Thema gibt es ein Arbeitsblatt mit Erklärungen und Übungen:(DOCX) (PDF)

Die Kommasetzung folgt im Englischen weniger strikten Regeln als im Deutschen; es kommt oft darauf an, was im jeweiligen Kontext am verständlichsten und am besten lesbar ist. Hier ein paar Grundregeln. Kommas setzt man:

  1. In Aufzählungen. Die Elemente einer Aufzählung ohne Bindewörter werden mit Kommas abgetrennt. In einer Aufzählung mit mindestens drei Gliedern kann vor and ein Komma stehen (das sog. ‚Oxford comma‘); es kann Unklarheiten vermeiden.

We’ve got crisps, crackers, chocolate(,) and jelly beans.

VERWIRREND: I love my friends, Homer Simpson and Britney Spears. (-> Es klingt, als seien Homer und Britney die Freunde.)
BESSER: I love my friends, Homer Simpson, and Britney Spears. (Es ist klar, dass drei unabhängige Elemente gemocht werden.)

  1. Zwischen zwei Hauptsätzen. Vor den nebenordnenden Konjunktionen for, and, nor, but, or, yet, so (Merkwort FANBOYS) steht ein Komma, wenn danach ein vollständiger Satz folgt.

He was tired, but he kept going.
ABER kein Komma bei unvollständigem Satz: He was tired but kept going.
UND kein Komma vor Nebensätzen: He was tired because he had been up all night.

  1. Manchmal nach adverbialen Bestimmungen am Satzanfang.

3a. Immer nach adverbialen Nebensätzen, Partizipial-, Infinitiv- und Gerundkonstruktionen.

If you ask him, he’ll help you.
Having eaten five pieces of cake, Steve felt sick.
To tell you the truth, I couldn’t have done it without Peter’s help.
On hearing the news, she fainted. 

3b. Normalerweise nach conjunctive adverbs (die Sätze logisch verknüpfen) und adverbs of comment (die eine Meinung zum Ausdruck bringen).

However / In fact / Therefore …, they still haven’t found a solution.
Unfortunately / Remarkably / Surprisingly …, this is still a huge problem.

3c. Nach anderen adverbialen Bestimmungen (z.B. des Ortes oder der Zeit) nur dann, wenn sie sehr lang sind oder das Komma zu mehr Klarheit verhilft. 

After a nap Paul went to see his friend.
After a long nap on the couch, Paul went to see his friend. 

VERWIRREND: After that time was up and everybody had to hand in their tests.
(Man liest zunächst “… nach dieser Zeit” und merkt dann erst, dass “that” und “time” nicht zusammengehören.)
BESSER: After that, time was up and everybody had to hand in their tests.

  1. Vor und nach direkter Rede – außer nach einem Ausrufe- oder Fragezeichen am Ende der direkten Rede.

He said, “You’re my best friend.”  / “You’re my best friend,” he said. / “You,” he said, “are my best friend.”
ABER kein Komma bei ! und ?: “You’re my best friend!” he said.

 

  1. Nach Grußformeln; nach Ausrufen; vor und nach Anreden

Good morning, how are you?
Oh, it’s you. / Well, that’s what I thought.
Mum, can I have a cookie? / Thank you, Daniel.

  1. Nach Yes und No und vor question tags:

Yes, I’m from New York. / No, I’m not.
You’re from New York, aren’t you?

  1. Am Satzende vor please, too und either.

Pass me the sugar, please. (ABER nicht am Satzanfang: Please pass me the sugar.)
I’d like some tea, too. / I don’t want any tea, either.

  1. Zwischen gleichrangigen Adjektiven (Adjektiven, die man in der Reihenfolge vertauschen oder mit and verbinden könnte):

The collection has some funny, original stories in it. = lustige, originelle Geschichten (= funny and original stories)
This is a new original series. = eine neue Originalserie

  1. Bei Einschüben, die man auch weglassen könnte. Dazu gehören z.B. Appositionen, verbindende und kommentierende Adverbien und non-defining relative clauses.

Mrs Smith, our new English teacher, is very nice.
She is not, however, the best English teacher we’ve ever had.
Mrs Smith, who is our new English teacher, is very nice.

ABER: Bei defining relative clauses, die ihr Bezugswort definieren, darf kein Komma stehen. Vergleiche:

defining: I have three brothers who live in different cities. My brother who lives in New York is a teacher.
non-defining: I only have one brother. My brother, who lives in New York, is a teacher.

  1. Bei Zahlen, Datum und Ortsangaben:

10a zum Trennen der Tausender in ganzen Zahlen:

one thousand = 1,000
(Achtung: für Dezimalzahlen verwendet man einen Punkt. Anderthalb = 1.5)

10b Wenn ein Datum aus mehr als zwei Bestandteilen besteht, werden diese durch Komma abgetrennt und hinter der Datumsangabe ein Komma gesetzt.

On May 15, 1990, Mike Miller was born.
ABER: Mike Miller was born in May 1990. (nur zwei Bestandteile)

10c Bei der beliebten Kombination von Stadt und Land (bzw. Bundesstaat) steht zwischen beiden Elementen und danach ein Komma.

I have friends in Springfield, Illinois, and in Paris, France.

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Oster-Spezial

Noch eine Woche bis zu den Osterferien. Zu diesem Anlass habe ich mal ein paar entsprechende Arbeitsblätter vorbereitet:

Für die 6. / 7. Klasse: The Tale of Peter Rabbit von Beatrix Potter (PDF)

Ein Bilderbuchklassiker: Kaninchenjunge Peter mümmelt sich entgegen ausdrücklichen elterlichen Verbots durch den Gemüsegarten der kaninchenpasteteliebenden McGregors. Dieses Arbeitsblatt enthält den gekürzten und teilweise vereinfachten Text mit Bildern und Vokabelangaben. Dazu gibt es Verständnisfragen und ein paar Grammatikaufgaben zu simple past, unregelmäßigen Verben und past progressive.

Für die 9. / 10. Klasse: Easter Traditions around the World (PDF)

Diese kurze Leseverstehens-Aufgabe beschäftigt sich mit drei ungewöhnlichen Ostertraditionen: den nordischen Osterhexen, den australischen Oster-Bilbies und den Karfreitagsdrachen auf den Bermuda-Inseln. Inklusive Verständnisfragen, Schreibauftrag, Vokabel- und Grammatikaufgabe.

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Vokabelkartei zum Selbermachen: Bastelbogen

Eine Vokabelkartei ist eine praktische Sache, denn im Idealfall kann man den/die Schüler(in) damit zu regelmäßigem und wiederholendem Lernen anhalten.

Heute gibt es von mir ein PDF zur Einführung des Vokabelkastens für jüngere Schüler. Es enthält eine Anleitung, wie man mit der Kartei arbeitet. Der zweite Bestandteil ist ein Bastelbogen für einen Vokabelkasten mit Trennkärtchen, ebenfalls mit Anleitung versehen. Zum Basteln ist nur ein wenig dünne Pappe (z.B. von einer Cornflakes-Schachtel), eine Schere und etwas Papierkleber (u.U. Tesafilm zum Fixieren) nötig.

Der Kasten ist für A8-Karteikarten ausgelegt und relativ klein (16 x 7,5 x 5,5 cm), was aber in meinen Augen für den Anfang ausreicht. Bei handelsüblichen Karteikarten sollten ca. 500 Stück unterzubringen sein. So sieht das Resultat aus:

vokabelkartei

Hier gibt’s den Bastelbogen (PDF) und Bastelbogen (DOCX).

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Capitalization – Die Großschreibung im Englischen

Diesen Post gibt es auch als PDF mit Übungen.

Im Gegensatz zum Deutschen werden im Englischen nicht alle Substantive großgeschrieben. Großgeschrieben wird / werden …

  1. am Satzanfang oder zu Beginn einer wörtlichen Rede, die einen ganzen Satz wiedergibt.
  • He is very nice and friendly.
    -> Bob said, „He is very nice and friendly.“
    (! aber: Bob said he was “very nice and friendly.” -> kein voller Satz)
  1. das Personalpronomen IYesterday I didn’t go to school.
  1. Abkürzungen: the CIA, AIDS, NASA
  1. Wörter in Titeln außer Artikeln (a, the), Präpositionen (of, in, by…) u. beiordnenden Konjunktionen (for, and, nor, but, or, yet, so – Merkwort FANBOYS).[1] Das erste und letzte Wort des Titels und (ggf.) des Untertitels werden immer großgeschrieben.
  • The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring

5. Eigennamen und davon abgeleitete Adjektive, Verben, etc.. Hierzu zählen die Namen von:

  • Personen (Michael Jackson, the Jacksons, Jacksonian democracy)
    • inkl. vor dem Namen stehende Titel und Spitznamen: Mr. / Mrs. / Dr. Jackson, President Obama, Wild Bill
    • Familienbezeichnungen, die wie Namen gebraucht werden: I’m coming, Mum. Look, Uncle Ben is here.
  • Personengruppen und Zugehörigem (the French, a bag of French fries)
    • Völkern und Nationalitäten (the Cherokee, the French)
    • Firmen, Institutionen, Vereinigungen… (Microsoft, the Ministry of Defense, Hogwarts School of Witchcraft …)
    • Sprachen (German, French)
  • Orten
    • natürlich (Mars / Martian, Africa / African, Mount Everest, the North Sea, the Nile, Lake Michigan)
    • menschengemacht (Germany, the Empire State Building, London, Fleet Street)
  • Bestimmten Zeitangaben wie
    • Monate, Wochentage und Feiertage (August, Tuesday, Christmas)
    • historische Ereignisse und Epochen (the Olympic Games, the Middle Ages, the French Revolution)
  • Religionen, Göttern und heiligen Büchern:
    • Catholic, Allah, the Bible, to Christianize (! Ausnahme: das Adjektiv biblical)
  • Markennamen (Coca Cola) – es sei denn, die Macher der Marke legen eine andere Schreibung fest (iPhone)

 

ACHTUNG 1 In manchen Fällen werden Eigennamen nicht großgeschrieben, obwohl man es erwarten würde. Dazu gehören:

  • Tier- und Pflanzenarten (a German shepherd)
  • chemische Elemente, auch wenn sie von Eigennamen abgeleitet werden (einsteinium)
  •  Lebensmittelprodukte mit Ausnahme von Markennamen (Tabasco sauce vs. Coca Cola )
  • Krankheiten (Alzheimer’s disease)
  • Jahreszeiten und Ereignisse im Jahreskreis (spring, the winter solstice)
  • Himmelsrichtungen, es sei denn, sie sind Teil eines Ortsnamens (in the west vs. in West Virginia)
  • Klein schreibt man gewöhnlich auch earth[2], sun and moon (im Gegensatz zu den anderen Planeten).

ACHTUNG 2 Vorsicht bei Eigennamen: Wird ein Begriff allgemein verwendet oder ist er wirklich Teil eines Namens oder Titels?

  • Yesterday Mum spoke to Michael’s mum. (wie Name gebraucht / allgemeine Bezeichnung)
  • I live in the north of North Korea. (allgemeine Himmelsrichtung / Teil des Ländernamens)
  • Many senators complained, among them Senator Brown. (allgemeine Berufsbezeichnung / Titel)
  • And God punished those that worshipped false gods. (Name des christl. Gottes / allg. Bezeichnung)

ACHTUNG 3 Manchmal können Eigennamen den Bezug zum ursprünglichen Namensgeber verlieren. Dann werden sie kleingeschrieben.

  • Bsp. to boycott (boykottieren – benannt nach Charles C. Boycott, woran man aber gewöhnlich nicht denkt)
  • Bsp. a kleenex (eigentlich ein Markenname, heute aber wie “Tempo” statt „Papiertaschentuch“ gebraucht)

[1] Wir richten uns hier nach der Regelung des Chicago Manual of Style. Gerade bei der Schreibung von Titeln gibt es viele verschiedene Regelungen.

[2] Earth wird großgeschrieben, wenn sie zusammen mit anderen Planeten gelistet wird: In this picture of our solar system, you can see Venus, Earth and Mars.

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Vokabelspiel für die Klasse: Quizlet Live

Vor einiger Zeit hatte ich Vokabelspiele für den Anfang der Stunde vorgestellt. Heute gibt es eine digitale Variante: Quizlet Live.

Quizlet – schon häufiger erwähnt – ist eine Internetseite, auf der man nach kostenloser Anmeldung Vokabellisten von anderen Usern kopieren, erstellen und spielerisch lernen kann. Es gibt sogar eine App, mit der man seine Vokabeln auf dem Handy mitnehmen und einfach unterwegs (auch offline) lernen kann.

Seit Kurzem gibt es auf Quizlet auch ein Spiel, das man im Klassenzimmer spielen kann. Alles, was man braucht, sind mindestens sechs Spieler, mehrere internetfähige Geräte (Smartphone, Tablet, Laptop) für die Schüler und ein weiteres  für den Lehrer. Schön ist ein Beamer, damit die Schüler ihre Punktewertung mitverfolgen können, aber der ist eigentlich optional.

Der/die Lehrer(in) erstellt also (nach Einrichtung eines Accounts) ein Set mit den Vokabeln, die die Schüler zu Hause gelernt haben. (Ich verwende gerne Vokabeln und englische Definitionen statt Vokabel und deutscher Übersetzung, um es für die älteren Schüler etwas schwieriger zu machen.) Anschließend klickt er/sie auf der Webseite auf „Quizlet Live“ und „Spiel erstellen“. Die Schüler können dann mit einem vierstelligen Zahlencode dem Spiel auf ihrem eigenen Gerät beitreten; eine Anmeldung ist für sie nicht nötig.

Die Schüler werden zu Gruppen zusammengestellt. Das Spiel erfragt nun eine Vokabel und gibt mehrere Antwortmöglichkeiten. Nur ein Schüler hat jedoch auf seinem Handy die richtige Antwort. Deshalb müssen die Schüler untereinander vergleichen und sich absprechen. Auf dem Lehrergerät kann man unterdessen den Fortschritt der Gruppen verfolgen. Heimtückisch: Nach einer einzigen falschen Antwort fällt die Gruppe auf Null zurück.

Den Schülern hat das Spiel viel Spaß gemacht. Man sollte allerdings mindestens zwanzig Minuten einkalkulieren; denn bis alle sich angemeldet haben, geht doch etwas Zeit ins Land. Sollte ein Schüler kein Smartphone besitzen, ist das auch kein Problem; er/sie kann einfach als vierter Spieler bei einer anderen Gruppe mithelfen.

 

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