Spiele für den Sprachunterricht VI: Vokabeln assoziieren

  1. Stadt-Land-Fluss
    Niveau: ab 5. Klasse
    Vorbereitung: keine
    Übt: Vokabeln

Einfach beliebige Kategorien ausdenken (city, country, job, animal …) und als Tabelle auf einem Blatt festhalten. Der Spielleiter gibt einen Buchstaben vor. Wer die Tabelle zuerst füllen kann, gewinnt (B: Boston, Brazil, baker, butterfly …).

Eine witzige Variante mit Schreib- und Erzählpotential ist Stadt-Land-Tatort.

  1. ABC Race: Möglichst viele Wörter aus einem Wortfeld finden 
    Niveau: ab 7. Klasse 
    Vorbereitung: keine
    Übt: Vokabeln

Die Teams bekommen ein Thema gestellt (z.B. “animals”) und müssen damit eine Liste von A-Z erstellen (“ant, bear, cat, dog, elephant …”). Dies kann an der Tafel passieren (wenn man die Möglichkeit hat, die zwei Tafelenden im 90°-Winkel aufzuklappen, sodass man nicht abschreiben kann) oder auf einem Blatt Papier bzw. einer OH-Folie, die man herumreicht. Das Team, das in einer gesetzten Zeit die meisten Begriffe schafft, gewinnt.

Alternativ kann man die Liste auch anders gestalten: Der letzte Buchstabe des Wortes wird zum Anfangsbuchstaben des nächsten (“ant, tiger, rabbit, toad, duck …”).

  1. Vokabel-Duell: Möglichst schnell Wörter ausdenken und darauf reagieren 
    Niveau: ab 6. Klasse 
    Vorbereitung: keine 
    Übt: schnelles Abrufen von Vokabeln und / oder Grammatik

Zwei Schüler treten gegeneinander an. Einer ruft ein Wort aus einer bestimmten Kategorie (z.B. “unregelmäßiges Verb”, “animal”, “irregular Plurals”): “Swim!”. Der andere reagiert darauf in vereinbarter Weise – indem er z.B. die deutsche Übersetzung ruft oder eine andere Form bildet. Direkt danach nennt er ein neues Wort: “Swam, swum, leave!” Der andere muss postwendend antworten: “Left, left, make!”

Wenn ein Spieler eine falsche Antwort gibt, nicht schnell genug antwortet oder ein Wort wiederholt, verliert er das Duell.

  1. Kriegsschiffe / Battle Ships: Möglichst viele Begriffe aus einem Wortfeld finden
    Niveau: ab 7. Klasse 
    Vorbereitung: keine 
    Übt: Vokabeln

Die Schüler in Teams aufgeteilt, die “Schiffe”. Die Teams suchen sich einen Namen für ihr Schiff aus (z.B. “The Lusitania”) und bestimmten einen Kapitän und einen Kanonier. Der Kapitän muss antworten, wenn jemand sein Schiff ruft. Der Kanonier greift ein gegnerisches Schiff an, indem er es beim Namen ruft – muss sich also die Namen der anderen Schiffe merken. Die “Schiffsbesatzungen” stellen sich der Reihe nach auf: Vorne der Kapitän, dann die Crew, zum Schluss der Kanonier.

Der Kapitän eines Schiffes beginnt damit, ein Schiff herauszufordern, indem er es beim Namen ruft und ihm ein Wortfeld nennt (“animals with four legs”, “drinks”, “clothes”). Der Kapitän antwortet als erstes mit einem Wort aus dem Wortfeld (“dog”), seine Crew folgt nach (“cat”, “horse” …). Wenn die Reihe beim Kanonier ankommt, darf dieser ein anderes Schiff angreifen.

Ein Schiff wird versenkt, wenn
… der Kapitän verpennt, dass sein Schiff an der Reihe ist,
… die Crewmitglieder keine Wörter mehr kennen,
… ein Wort wiederholt wird,
… der Kanonier den Namen seines eigenen oder eines schon versenkten Schiffes nennen.

Wenn ein Schiff sinkt, dürfen die Crewmitglieder einem anderen Schiff “beitreten”, sodass am Schluss zwei große Gruppen gegeneinander antreten.

5. Outburst 
Niveau: Alle Niveaus
Vorbereitung: Keine 
Übt: schnelles Assoziieren von Vokabeln

Die Schüler werden zu Gruppen organisiert. Jede Gruppe erhält ein eigenes Thema, das die anderen nicht kennen (z.B. „food“, „clothes“, „animals“, „furniture“). Die Gruppen haben nun ein paar Minuten Zeit, um so viele Begriffe zu ihrem Thema zu sammeln, wie sie können.

Danach wird den Gruppen das Thema der anderen genannt. Sie dürfen nun die Begriffe in den Raum rufen, von denen sie denken, dass die anderen ihn auf die Liste geschrieben haben. Für jeden erratenen Begriff bekommen sie einen Punkt.

6. That makes me think of …
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: schnelles Assoziieren von Vokabeln

Hier müssen wieder Vokabeln der Reihe nach aufgesagt werden – diesmal geht es aber nicht nach Buchstaben, sondern nach Bedeutung. Die Spieler dürfen frei assoziieren: „write“ – „pen“ – „pencil case“ – „school bag“ – „classroom“ – „learn“ …

7. Vokabel-Puzzles (eine Vorlage für 14 Begriffe: PDF)
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: schreiben und schneiden 
Übt: Vokabeln

Dieses Spiel zum Wiederholen von Vokabeln habe ich vor Kurzem im Internet entdeckt.

Ein DIN-A-4-Blatt wird in verschieden große Dreiecke geschnitten. An die Kanten kommen die jeweils zusammengehörigen Begriffe (z.B. Englisch-Deutsch, Begriff-Erklärung, …)

8. Schiffe versenken / Battleships
Niveau: ab 5. Klasse 
Vorbereitung: keine 
Übt: Vokabeln, Zählen

Das bekannte Spiel „Schiffe versenken“ mit Vokabeln. Die Schüler zeichnen ein Raster auf ein Blatt Papier (z.B. horizontal: 1-10, vertikal A-F). In das Raster schreiben sie Begriffe aus einem bestimmten Wortfeld (z.B. „animals“). Nun versuchen sie, die Schiffe zu „versenken“.

Der erste Schüler fragt den zweiten, ob sich beispielsweise auf Position A4 ein Schiff befindet. Ist dem so, muss der zweite ihm den entsprechenden Buchstaben sagen, und der erste darf weiterfragen. Der Schüler, der als erstes alle Schiffe des anderen entdeckt hat, gewinnt.

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Spiele für den Sprachunterricht V: Vermischte Spiele

1. Simon says: Imperativ und Basisvokabular lernen 
Niveau: ab 5. Klasse, eher für jüngere Schüler
Vorbereitung: Sätze ausdenken
Übt: den Imperativ, Aufmerksamkeit, Hörverstehen, Basisvokabeln 

Der Spielleiter gibt Befehle, z.B. “Simon says open your books”, “Simon says raise your left hand”, “Simon says get up”, die die Schüler befolgen müssen. Lässt er das “Simon says” weg, so darf der Befehl nicht befolgt werden. Wer einen Fehler macht (falsche Hand hochgehoben, reagiert, obwohl das “Simon says” gefehlt hat), scheidet aus.

Man kann das Spiel mit Sonderregeln interessanter machen, indem man z.B. einzelne Wörter buchstabiert („s – t – a – n – d on your chair“) statt sie nur zu sagen.

2. Kim’s Game – sich Gegenstände einprägen 
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: Gegenstände mitbringen
Übt: Vokabeln

Der Lehrer bringt eine Reihe von Gegenständen mit (ca. 20 – z.B. pencil, eraser, exercise book …) und schreibt die englischen Begriffe an der Tafel an. Die Schüler haben nun Zeit (ca. 4 Min.) sich die Gegenstände anzusehen und einzuprägen. Danach werden die Gegenstände zugedeckt, und die Schüler schreiben die Wörter auf, an die sie sich noch erinnern. Wer die meisten zusammenbekommt, gewinnt.

3. I Packed My Bag … / Kofferpacken
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: Vokabeln, grammatische Konstruktionen, freies Sprechen …

Gut geeignet, um grammatische Konstruktionen und Vokabeln zu üben. Der erste Spieler beginnt: „I packed my bag and in it I put … a candy bar.“ Der zweite wiederholt diesen Satz und fügt ein weiteres Objekt hinzu: „I packed my bag and in it I put a candy bar and a banana.“ Der dritte: „I packed my bag and in it I put a candy bar, a banana and a T-shirt.“ Wer nicht mehr alle Objekte zusammenbekommt, scheidet aus.

Damit lassen sich natürlich auch andere grammatische Strukturen üben: „I’m going to fly to New York and I’m going to take a … with me.“ „If I travelled to France, I would take …“ „If I had travelled to Rome, I would have taken …“

Um das Spiel spannender und weniger langatmig zu machen, kann man die Klasse in zwei Teams einteilen. Der Lehrer gibt nun einen Satz vor (z.B. „If I were rich …) und wählt einen Schüler, der ihn vervollständigen muss:

David: „If I were rich, I’d travel the world.“

Danach nimmt der Lehrer willkürlich einen beliebigen anderen Schüler dran, der Satz des ersten Schülers wiederholt und seinen eigenen hinzufügt:

Michael: „If David were rich, he would travel the world. If I were rich, I would buy a boat.“

So geht es weiter. Jeder erfolgreiche Schüler verdient einen Punkt für die Gruppe. Beim ersten Fehler kommt dann die zweite Gruppe mit einem neuen Satz an die Reihe.

Man kann natürlich auch ganz ohne Vorlagen eine Geschichte erzählen lassen, bei der jeder Schüler einen weiteren Satz ergänzen muss.

4. Are You the Real George Washington?

Gut, um Wissen über Personen zu wiederholen. Drei Schüler versuchen, die anderen davon zu überzeugen, dass sie der „richtige“ George Washington / William Shakespeare / Charakter aus einem Buch … sind. Dazu müssen sie Fragen beantworten, die ihnen die anderen Kursteilnehmer stellen (z.B. „When were you born?“). Am Schluss entscheiden die Schüler, welcher George Washington sie am meisten überzeugt hat.

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Spiele im Sprachunterricht IV: Schreibspiele

1. Was bedeutet dieses Wort?
Niveau: ab ca. 9. Klasse
Vorbereitung: Karten mit exotischen Begriffen und Erklärungen dazu
Übt: Schreiben

Dieses Spiel gibt es wirklich und hat einen Namen, aber ich kann mich partout nicht erinnern, welchen. Jede Spielgruppe bekommt einen Stapel Karten. Ein Spieler zieht die erste Karte und liest den darauf stehenden Begriff (nicht die Erklärung) vor. Danach schreibt er die Erklärung noch einmal mit eigenen Worten ab. Die anderen Schüler überlegen sich währenddessen eine überzeugende Geschichte, was das Wort bedeuten könnte, und bringen sie zu Papier. Jetzt mischt der Spielleiter die Karten und liest sie nacheinander vor. Jeder Spieler entscheidet, welche Erklärung er für die richtige hält. Einen Punkt bekommt nun jeder, der die richtige Erklärung erkannt hat, und jeder, dessen erfundene Erklärung von einem anderen erraten wurde (das heißt, man kann pro Runde maximal zwei Punkte bekommen). Ein Beispiel:

Auf der Karte steht z.B. „Taipan“ (eine Giftschlange).

Die richtige Erklärung wäre also z.B. „A highly venomous snake that lives in Australia“.

Die anderen Spieler könnten z.B. vermuten: „An Asian dish containing mushrooms and sea weed“, „a medieval sport played on horses“, etc.

2. Keep the story going: Eine Geschichte weiterschreiben.

Niveau: Ab 7. Klasse
Material: Keins, ggf. Anfänge von Geschichten
Übt: kreatives Schreiben; ggf. bestimmte Redemittel, Vokabeln, Grammatik

Ein Schüler erhält den Anfang einer Geschichte (oder denkt ihn sich selber aus). Er schreibt dann die Geschichte weiter, ohne dass die anderen seinen Text lesen können (ca. 3-5 Sätze). Als nächstes wird der erste Teil abgeknickt und das Blatt an den nächsten Spieler weitergereicht, der nur noch den zweiten Abschnitt sieht. Daran muss er nun anschließen. Am Schluss wird das (wahrscheinlich sehr lustige und konfuse) Resultat vorgelesen.

Es macht Sinn, den Spielern spannende “Anfänge” zu geben, um die Textproduktion anzuregen – z.B. von einer “creepy pasta” aus dem Internet.

3. New Comics – Sprechblasen in einem Comic selbst füllen 

Man gebe den Schülern zuerst eine beliebige Szene aus einem Comic zu lesen. Nach dem Lesen bekommen sie denselben Text noch einmal – diesmal sind allerdings alle Sprech- und Gedankenblasen leer und müssen von den Schülern selbst (auf witzige Weise) gefüllt werden.

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Spiele im Sprachunterricht 3: Freies Sprechen üben

1. Tabu: Wörter erklären

Der Klassiker, auf den ich hier nicht weiter eingehen möchte, da ich Tabu schon einmal vorgestellt habe. Hier noch ein Set mit sehr einfachen Tabu-Karten ab der sechsten Klasse: PDF.

2. Guess Who / Guess What: Personen oder Dinge beschreiben (PDF)
Niveau: Ab 5. Klasse
Vorbereitung: Arbeitsblätter mit möglichst witzigen Bildern von Personen, Dingen, kleinen Monstern … mitbringen 
Übt: Vokabeln (z.B. Körperteile), Redemittel, Fragen stellen, freies Sprechen
Zeit: 5-10 Minuten

Die Schüler erhalten identische Blätter mit Bildern verschiedener Personen oder Dinge darauf. Ein Schüler sucht sich ein Bild aus. Sein Partner muss mit möglichst wenigen Fragen herausfinden, um wen oder was es sich handelt. Hier ein Beispiel für ein Arbeitsblatt mit Personen:

“Is it a man / a woman?” – „Yes, it is. / No, it isn’t.“
“Does she wear glasses?” – „Yes, she does. / No, she doesn’t.“
“Does she have brown hair?”

Der Spieler, der am Ende insgesamt die wenigsten Fragen “verbraucht” hat, gewinnt. Wer eine falsche Person nennt, bekommt einen Punkt Abzug.

Ein paar Ideen, welche Vokabeln sich mit diesem Spieltyp üben lassen:
a) Aussehen von Personen: Einfach Fotos von Menschen mit verschiedenem Aussehen auf das Blatt drucken.
b) Körperteile: Bilder von kleinen „Monstern“ oder „Aliens“ im Internet suchen, die eine unterschiedliche Anzahl von Augen, Armen, Ohren … haben.
c) Landeskunde und Geschichte: Im Netz habe ich neulich einen Vorschlag für ein „Guess Who“ mit US-Präsidenten gesehen – auch eine interessante Variante.

3. Market Trader – Verbindung zwischen Gegenständen erraten 
Niveau: ab 6. Klasse
Vorbereitung: Keine
Übt: Konstruktion I can …, Wortschatz

Ein Schüler denkt sich eine Gruppe von Gegenständen aus, z.B.
– Gegenstände, die sich im Raum befinden,
– Gegenstände, die mit einem bestimmten Buchstaben beginnen,
– Gegenstände, die Strom zum Funktionieren brauchen …

Sein Spielpartner muss nun Fragen stellen, um herauszufinden, welche Gruppen von Gegenständen er verkauft.

Player 1: I’m a market trader and I can sell guitars.
Player 2: Yes, you can. / No, you can’t.

Das erste Set kann man vorgeben, um das Spiel etwas einfacher zu machen: „You can sell laptops, flashlights and hairdryers.“

4. BLIP – Tätigkeiten erraten 
Niveau: ab 6. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: freies Sprechen

Ein Spieler denkt sich eine Tätigkeit aus (z.B. „swim“, „drive“, „fly“). Die anderen müssen nun mit Fragen herausfinden, um welche Tätigkeit es sich handelt. Dabei werden die Verben durch „blip“ ersetzt. Beispiel:

Where / why / when / how do you usually blip?
Can you blip?
What do you need to blip?
Is it easy to blip?

5. What’s in the box? – Gegenstände erraten 
Niveau: ab 7. Klasse
Vorbereitung: Kisten mit kleinen Gegenständen besorgen
Übt: freies Sprechen, Vokabeln (Eigenschaften v. Gegenständen)

Jeder Schüler bekommt kleine Schachteln (z.B. große Streichholzschachtel) mit Gegenständen darin (ein Knopf, eine Münze, ein Radiergummi …). Nun müssen die anderen Gruppenmitglieder durch Fragen herausfinden, was sich in der Schachtel befindet (“Is it round? Is it made of metal? Do you use it at school?”).

6. Who am I? – Personenraten 
Niveau: ab 8. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: freies Sprechen, Fragen stellen

Die Schüler schreiben für ihren Sitznachbarn kleine Zettelchen mit den Namen berühmter Personen darauf, gerne auch Buch- oder Filmcharaktere (“Harry Potter”). Der Sitznachbar darf sein Schildchen nicht sehen. Nun muss er mit Ja-Nein-Fragen herausfinden, wer er ist. (“Am I a woman / a man / a girl …? Am I a character from a book?”).

7. Situation Puzzle – Black Stories / Laterale
Niveau: Oberstufe 
Vorbereitung: Karten mit “Black Stories” (zahlreiche Situation Puzzles oder Laterale finden sich im Internet) ausdrucken 
Übt: freies Sprechen, Fragen stellen

Die Schüler erhalten Karten, auf denen eine seltsame Situation – meist ein Todesfall – beschrieben ist. Mit Ja-Nein-Fragen müssen sie herausfinden, was passiert ist. (Für eine genauere Erklärung siehe Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Situation_puzzle).

8. Storytime – Erzählspiele (PDF mit Bilder-Spielkärtchen)
Niveau: mit unterschiedlichen Karten ab 5. Klasse
Vorbereitung: Karten mit Verben, Personen, Dingen und Orten darauf; wahlweise Bilder
Übt: freies Sprechen; ggf. bestimmte Grammatikthemen (simple past, participle constructions …); Vokabeln

Auf dem Tisch werden Karten mit Verben (“come”, “go”, “disappear” …), Personen (“the king”, “the beautiful maiden”, “the witch”), Dingen (“the magic wand”, “the cauldron”) und Orten (“the castle”, “the dark forest”, “the river”) ausgebreitet. Nun wird reihum eine Geschichte erzählt. Jeder Sprecher hat eine festgesetzte Zeit (z.B. eine Minute), um so viele der ausgebreiteten Wörter sinnvoll zu verwenden, wie er kann. Wenn er ein Wort gebraucht hat, darf er sich die Karte nehmen. Wer am Ende die meisten Karten gesammelt hat, gewinnt.

Dieses Spiel kann man zu vielen verschiedenen Themen spielen, um Vokabeln oder Grammatik einzuüben. Um z.B. Präpositionen zu trainieren, kann man auf Orts- und Zeitkarten ganze Phrasen schreiben: “at the beach”, “after school”, “in the morning”, “to Grandma’s house”.

9. Guess my sentence / Sätze raten
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: Karten mit Fragen oder Sätzen mitbringen
Übt: Vokabeln, Redemittel verwenden, Grammatikthemen, freies Sprechen

Die Schüler bekommen Karten mit Fragen oder Sätzen darauf. Auf diese Sätze müssen sie reagieren, allerdings ohne die Begriffe aus dem Satz selbst zu verwenden. Die Mitspieler müssen nun erraten, was der ursprüngliche Satz war. Einige Möglichkeiten:

  • Guess the question: Auf der Karte steht eine einfache Frage, z.B. “Where is Ken playing football?” Der Spieler, der die Karte gezogen hat, gibt eine passende Antwort mit möglichst vielen Bestandteilen darin. “Ken is playing football in the garden.” Die anderen probieren nun alle möglichen Fragen aus (“Who is playing football?” “What is Ken doing?”), bis sie die richtige gefunden haben.
  • Advice Game: Auf den Karten stehen Probleme (“My roommate never does the dishes”), der Schüler gibt dazu passende Ratschläge, bis die anderen wissen, worum es geht. (“You should talk to him about it. Tell him that you share a flat and that he has to do some household work, too. You could give him one plate, one spoon, one fork and one knife and only let him use these so he has to clean them right after he eats.”)
  • If-Clause Game: Auf den Karten steht der erste Teil eines if-Satzes (“If I won the lottery …”, “If cats were as big as horses …”). Der Schüler vervollständigt den Satz auf verschiedene Weise (“I would travel the world and stay in expensive hotels.” / “You couldn’t keep them in your house anymore.”), bis die anderen die erste Hälfte korrekt (mit der richtigen Zeitform) rekonstruieren.

9a. What seems to be the problem?
Niveau: sehr anspruchsvoll, frühestens ab 10. Klasse
Vorbereitung: Karten mit Problemen mitbringen 
Übt: freies Sprechen, ggf. Redemittel

Eine komplexe Variation zu „Guess my sentence“, bei der auch ein wenig Rollenspiel eingemischt ist. Die Schüler erhalten Karten mit (am besten absurd-witzigen) Problemen und Personen darauf. Zum Beispiel:

Person A: A college student.
Person B: Her roommate.

The problem: The roommate was supposed to look after her friend’s hamster while she was on holiday. However, the hamster accidentally climbed into the laundry basket and ended up in the washing machine. Now the college student returns and finds out.

Zwei Spieler müssen nun spontan einen Dialog zur Situation improvisieren, ohne die fett gedruckten Begriffe zu verwenden. Die anderen Spieler in der Gruppe müssen erraten, um welche Situation und welches Problem es sich handelt.

10. The Dialogue Game
Niveau: Sehr anspruchsvoll, frühestens ab 10. Klasse 
Vorbereitung: Karten mit Sätzen mitbringen 
Übt: freies Sprechen, Strategien der Gesprächsführung

Die Schüler erhalten Karten, auf denen Sätze stehen (z.B. “Crocodiles are dangerous animals”). Ein weiterer Stapel enthält einen Gesprächsanfang, der offen hingelegt wird (z.B. “Did you watch the football match between Germany and England last night?”). Mit diesem Anfangssatz beginnen die Schüler eine Konversation mit einem Partner. Beide Schüler müssen nun versuchen, das Gespräch so zu lenken, dass sie ihren Satz logisch darin unterbringen können.

11. Who did it? A Murder Mystery
Niveau: ab 10. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: freies Sprechen
Zeit: 45 Min.

Ich habe dieses Spiel noch nicht selbst gespielt, aber die Idee klingt so interessant, dass ich sie hier einmal vorstellen wollte.

Der Lehrer verkündet zu Anfang den Schülern, dass ein Verbrechen begangen worden sei (welches Verbrechen, ist eigentlich egal – sagen wir, ein Bankraub). Der Kurs wird nun in Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wird zu den Verdächtigen ernannt. Der Lehrer sagt ihnen, was ihr Alibi ist: Sie waren z.B. im Kino. Die Verdächtigen überlegen sich nun möglichst genau, wie sie den Abend (angeblich) verbracht haben wollen. Unterdessen überlegen sich die anderen Gruppen, welche Fragen man ihnen stellen könnte, um das Alibi ins Wanken zu bringen (z.B. „Which food and drinks did you order?“). Danach werden die Verdächtigen einzeln zur Befragung ins Klassenzimmer gerufen. Wenn die anderen Kursteilnehmer auf Unstimmigkeiten stoßen, wandern die Verdächtigen ins Gefängnis. Wenn ihre Versionen exakt übereinstimmen, haben sie das Spiel gewonnen.

12. Mystery box
Niveau: beliebig (je nach Adaption)
Übt: freies Sprechen
Zeit: 10-15 Min.

Auch ein toller Unterrichtseinstieg. Der Lehrer bringt eine Kiste mit Gegenständen zu einem bestimmten Thema in den Unterricht. Ein Beispiel für eine „Thanksgiving-Box“ könnte z.B. einen kleinen Kürbis, Maiskolben und einen Plüsch-Truthahn enthalten. Nun müssen die Schüler die Gegenstände betasten (nicht sehen!) und besprechen, was es wohl sein könnte. Danach überlegen sie, was das Gesamtthema der Box ist.

13. Teamwork
Niveau: Ab 8. Klasse 
Übt: freies Sprechen, Vokabeln 
Zeit: beliebig

Wie bei Tabu müssen die Spieler hier Begriffe erklären und raten. Es ist jedoch etwas komplizierter: Zwei Spieler erklären einen Begriff gemeinsam, indem sie abwechselnd ein Wort sagen. Sie dürfen sich natürlich nicht vorher absprechen und insgesamt höchstens zehn Begriffe verwenden. Ein Beispiel für das word „basket“:

Player A: Dogs
Player B: and
Player A: cats
Player B: sleep
Player A: in
Player B: it.

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Spiele im Sprachunterricht II: Buchstabieren und Zählen üben

Mit den folgenden Spielen kann man im Englischunterricht die Zahlen und das Alphabet trainieren.

Hangman

1. Galgenmännchen / Hangman: Buchstabieren
Niveau: ab 5. Klasse 
Vorbereitung: keine
Übt: Buchstabieren, Vokabeln

Bis vor Kurzem habe ich Hangman für ein reines Zeitverschwendungs-Spiel ohne viel Lerneffekt gehalten – bis ich feststellen musste, dass sogar manche älteren Schüler sich nicht so sicher sind, wie „y“, „w“, „h“ „e“ und „i“ doch gleich ausgesprochen werden. Praktisch an Hangman ist, dass die Regeln normalerweise jedem bekannt sind und das Spiel keine Vorbereitung braucht und auch in den letzten „fünf Minuten“ (wenn der Unterrichtsentwurf zeitlich nicht ganz hingehauen hat) einmal spontan gespielt werden kann. Mit aktuellen Vokabeln aus dem Buch ist der Lerneffekt noch größer.

So geht’s: Eine Schülerin denkt sich ein Wort aus und zeichnet Striche für die Buchstabenzahl (z.B. __ __ __ für cat) an die Tafel. Die anderen dürfen nun Buchstaben nennen, die dann an der entsprechenden Stelle eingetragen werden (“Is there an ‘A’ in the word?” – __ A __”). Nach einer festgelegten Anzahl von Fehlversuchen gilt das Spiel als verloren.

2. Spelling Race: Buchstabieren
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: Buchstabieren

Der Lehrer nennt ein Wort (“cake”). Der erste Schüler muss es korrekt buchstabieren (“c-a-k-e”). Der Schüler neben ihm nennt nun ein Wort, das mit dem Endbuchstaben des ersten Wortes beginnt (“elephant”). Der nächste in der Reihe muss nun dieses Wort buchstabieren, und so weiter. Wer einen Fehler beim Buchstabieren macht oder kein Wort weiß, scheidet aus.

3. Secret Word Riddles / Das geheime Wort 
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: Wortlisten mit Rätseln oder Bildern
Übt: Vokabeln, Buchstabieren

Der Lehrer gibt eine verschleierte Erklärung für ein Wort ab oder zeigt ein Bild, das nicht hundert Prozent eindeutig ist. Der erste Schüler, der meint, das Wort zu kennen, steht auf. Er muss dann den ersten Buchstaben nennen, der (sofern er richtig ist) an die Tafel geschrieben wird. Daraufhin wird wahrscheinlich schon der nächste aufstehen, der dann den zweiten Buchstaben nennt, usw. Wenn ein Buchstabe falsch war, muss man sich wieder setzen.

4. Spelling bee 
Niveau: ab 5. Klasse 
Vorbereitung: keine 
Übt: Vokabeln, Buchstabieren

Die Schüler stellen sich in zwei oder mehr Schlangen auf. Der Lehrer gibt den Schülern in der ersten Reihe nun nacheinander ein Wort zu buchstabieren. Wer es richtig buchstabiert, darf ans Ende der eigenen Schlange gehen; wer einen Fehler macht, muss sich setzen. Die Schlange, die am Ende noch am längsten ist, hat gewonnen.

4. Seven-Up: Zählen üben
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: Zahlen

Die Schüler stehen auf und zählen reihum. Klingt einfach? Alle Zahlen, die eine 7 enthalten (7, 17, 27, …) oder durch 7 teilbar sind (14, 21, 28, 35 …) müssen durch “blopp” ersetzt werden. Wer eine Zahl nicht weiß oder das “blopp” vergisst, scheidet aus und muss sich setzen.

Variationen:

  • Wie wir alle wissen, sind Jahreszahlen auch älteren Schülern verhasst. Hier kann man mit größeren Zahlen beginnen (1487). Statt alles durch sieben teilen zu lassen, kann man hier als Regel einsetzen, dass alle Zahlen, die sieben oder eine Schnapszahl enthalten, durch “blopp” ersetzt werden müssen.

5. Excuse Me, Are You John Miller?
Niveau: je nach Adaption des Spiels ab 5. Klasse, aber wegen der Hintergrundstory und komplexen Redemitteln auch gut für ältere Lerner (Business-Englisch-Kurse) geeignet. Man kann es auch in neu zusammengewürfelten Erwachsenenkursen als Eisbrecher einsetzen, um die Namen der Teilnehmer lernen zu lassen.
Vorbereitung: Kärtchen mit Namen und Telefonnummern
Übt: Sprechakte, Zahlen, Teamarbeit

Zuallererst wird die Klasse in zwei Gruppen mit mindestens zehn Spielern geteilt; die Gruppen werden „markiert“ (halten sich immer in derselben Raumhälfte auf oder tragen blaue / rote Partyhütchen). Nun wird in jeder Gruppen ein Kartenset verteilt. Jeder Schüler enthält eine Karte nach dem folgenden Muster:

Your name: Matthew Smith
Your phone number: 0123456789

You’ve got a new job. Your boss says that you have to organize a work group, but you don’t know your colleagues‘ names yet. Find these people and ask them for their numbers:

Sally Parker: _______________________
Sebastian Smith: _______________________
Karen Philipps: _____________________
Luise Thatcher: _______________________

Beide Gruppen müssen nun daran arbeiten, dass alle Gruppenmitglieder möglichst schnell ihren Zettel gefüllt bekommen. Dazu verwenden sie solche Dialoge:

PLAYER 1: Excuse me, please. My name is Matthew Smith. Are you Sally Parker?
PLAYER 2: No, I’m not. I’m Jacob Walker.
PLAYER 1: Oh, I’m sorry. Goodbye, Mr Walker!

PLAYER 3: Excuse me, please. My name is Sally Parker. Are you Jacob Walker?
PLAYER 1: No, I’m not. My name is Matthew Smith. But I know Jacob Walker. He’s over there. (deutet auf den Spieler „Jacob Walker“)
PLAYER 3: Thank you! Goodbye, Mr Smith!

PLAYER 3: Excuse me, please. My name is Sally Parker. Are you Jacob Walker?
PLAYER 2: Yes, I am.
PLAYER 3: Could you give me your phone number, please?
PLAYER 2: Of course. It’s 9-8-7-6-5-4-3-2-1.
PLAYER 3: Thank you! Goodbye, Mr Walker!

Die Spieler müssen also einerseits versuchen, ihre eigenen Karten zu füllen. Andererseits müssen sie sich die Namen der anderen Spieler merken, damit das ganze Team seine Zettel so schnell wie möglich füllen kann.

6. Zahlen-Quartett
Niveau: je nach Ausführung – beliebig 
Vorbereitung: Quartettspiel besorgen 
Zeitaufwand: 10-15 Minuten

Das beliebte Quartettspiel kennen sicher alle: Man hat Karten mit verschiedenen Zahlenangaben darauf. Zwei Spieler treten gegeneinander an: Wer im ausgewählten Bereich die höhere Zahl hat, bekommt die Karte. Ziel des Spiels ist es, vier Karten aus derselben Kategorie zu sammeln.

Perfekt, um die Aussprache von Zahlen zu üben, und mit selbstgebastelten Karten (zugegeben nicht wenig Arbeit) kann man gleich auch etwas Landeskunde, Vokabeln und interessante Fakten mitlernen.

Wer es schnell haben will, kann einfach ein beliebiges (englischsprachiges) Quartettspiel nehmen – zu Autos, Dinosauriern, etc.

Mit ein wenig Einfallreichstum und Fleiß lässt sich so ein Spiel jedoch für fast jedes Thema herstellen. Nehmen wir zum Beispiel „food“: Hier könnten wir die Kategorien „calories per gramm“, „kilos consumed per year“, „fat content“ … etc. verwenden und nach Gruppen wie „fruit“, „vegetables“ und „meat“ suchen lassen.

Landeskundethemen wären z.B. „English-speaking countries“ (number of citizens, average age of citizens, national output, literacy rate …) oder „animals of Australia“ (weight, population, deadliness …).

7. Unscrambled Eggs

Man nehme …
– die gelben Plastikbehälter aus Ü-Eiern (oder beliebige Behälter, es ist nur wegen des Wortwitzes lustig, wenn es Eier sind)
– Buchstabenplättchen (z.B. aus Scrabble – oder einfach Buchstaben auf Pappe schreiben und ausschneiden)

… und sortiere die Schüler in Gruppen. Jede Gruppe enthält eine beliebige Anzahl von Eiern. Jedes Ei enthält Buchstabenplättchen. Diese lassen sich zu je einem Wort zusammensetzen, das vor Kurzem gelernt wurde und zu einem bestimmten Themenfeld gehört (z.B. Wortfeld „politics“: g-o-v-e-r-n-m-e-n-t, e-l-e-c-t-i-o-n, p-r-e-s-i-d-e-n-t). Das Team, das als erstes all seine Eier „unscrambled“ hat, gewinnt.

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Spiele für den Sprachunterricht I: Vielseitige Vokabel- und Grammatikspiele für den Englischunterricht

Diese Spielideen für den Englischunterricht kann man für eine Vielzahl von Themen und Spielvarianten anpassen.

1. TABU / “Guess the word” – Begriffe erklären und raten (PDF mit leichten Begriffen ab der 6. Klasse)
Niveau: je nach Variante ab 5. Klasse
Vorbereitung: Begriffe auf Karten schreiben
Übt: Vokabeln oder Landeskunde-Themen, freies Sprechen, Umschreiben, Definitionen verstehen, Relativsätze

Ein Spieler zieht eine Karte und erklärt den Begriff darauf, sodass die anderen Teammitglieder ihn erraten können. Man kann weitere Begriffe angeben, die ebenfalls “verboten” sind, um das Spiel etwas schwieriger zu machen.

Alternativen und Variationen zu Tabu:

  • Partner-Kreuzworträtsel: Zwei Partner bekommen ein Kreuzworträtsel, das je zur Hälfte ausgefüllt ist. Um ihr Rätsel zu vervollständigen, müssen sie sich gegenseitig die fehlenden Begriffe erklären.
  • Begriffe malen oder pantomimisch darstellen. Dies ist eine Variante, die sich besonders für jüngere und schwächere Schüler eignet.
  • Relativsätze verwenden. Tabu ist eine gute Möglichkeit, die grammatische Struktur des Relativsatzes einzuüben: „It’s a person who …“, „It is an object that …“

2. Find the Pair – Zuordnungsspiele (PDF: Memory mit unregelmäßigen Verben, ab 6. Klasse)
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: ggf. Memorykarten basteln oder Wortlisten schreiben
Übt: Vokabeln, Zuordnungen (lexikalische Felder, Gegensatzpaare …); beliebiges Grammatik- oder Landeskundethema “verpacken”

Das klassische “Memory”-Spiel, bei dem man Paare suchen muss. Das können eine Vokabel und ihre Übersetzung sein, aber auch Gegenteile (hot – cold), Begriffe, die Komposita bilden (apple juice, milk shake, ice-cream …) oder Wortfelder (school – student, fruit – banana …). Genauso gut kann man sich ein Grammatik-Memory ausdenken, bei dem man z.B. einem Aussagesatz (I go, I’m going) die Verneinung in derselben Zeit (I don’t go, I’m not going) zuordnen muss.
Hier gibt es ein paar Spielvarianten, um es interessanter zu machen:

  • Find the Pair als Reaktionsspiel: Die eine Hälfte der Karten wird unverdeckt auf dem Tisch ausgebreitet. Der Spielleiter sagt nun auf Deutsch das Wort, das gesucht wird. Wer die Karte sieht, muss so schnell wie möglich die englische Übersetzung rufen und sich die Karte nehmen.
  • Find the Pair an der Tafel, ganz ohne Karten: Der Lehrer schreibt mehrere Begriffe ungeordnet an die Tafel. Zwei Spieler treten gegeneinander an. Sie werden mit verschiedenfarbiger Kreide ausgestattet. Dann liest der Lehrer das erste Wort von seiner Liste vor (“apple”). Jeder Spieler versucht nun, so schnell wie möglich das dazugehörige Wort zu finden und zu unterstreichen (“juice”). Am Ende werden die richtigen Unterstreichungen gezählt.
    Ein bisschen mehr Arbeit macht Find the pair mit noch mehr Bewegung und echten „Karten“ (DIN-A-4-Blätter mit großer Schrift), die man überall im Klassenzimmer anbringen muss. Die Spieler starten an derselben Stelle und müssen in gesetzter Zeit so viele Paare wie möglich sammeln.
  • Find the Pair im Heft, ohne Karten: Statt einen Schüler an die Tafel zu holen, lässt der Lehrer alle Schüler die Begriffe abschreiben. Dann liest er wieder die Liste vor, diesmal jedoch ist jeder Begriff mit Zahlen versehen (“Number 1: apple”). Die Schüler müssen nun, jeder für sich, neben das Wort “juice” die Zahl 1 schreiben. Anschließend wird das eigene Blatt mit dem Partner getauscht, während an der Tafel die Lösungen angeschrieben werden. Wer alle Wörter richtig verbunden hat, bekommt einen kleinen Preis.
  • Find the Pair mit mehr als zwei zusammengehörigen Begriffen: Auch einmal Dreier- oder Viersets suchen lassen (z.B. Wortfeld “Tiere” und Wortfeld “jobs”, Verben im simple past, present und past participles …).

3. Domino 
Niveau: unterschiedliche Spieltypen für alle Niveaus möglich 
Vorbereitung: Dominosteine basteln 
Übt: besonders Wortschatz und Wortbildungsmuster, Phrasen

Ein weiteres Zuordnungsspiel ist Domino. Hier werden die Spielsteine in zwei Hälften geteilt, auf die verschiedene Wörter geschrieben werden, z.B: [juice / class], [room / apple]. Die Enden müssen nun so aneinandergelegt werden, dass sich ein neues Wort ergibt; gegebenenfalls muss das neu entstandene Wort übersetzt werden. Wer zuerst alle seine Steine abgelegt hat, gewinnt. Bei diesem Spiel sollte man den Schülern entweder eine Liste mit möglichen Lösungen an die Hand geben oder danach kontrollieren, damit kein “apple cake” oder “cheese pie” herauskommt.

  • Domino mit Zahlen: auf den Steinen stehen Nummern (1, 25, 160, 102498 …) und ausgeschriebene Zahlen.
  • sinnvolle Wortkombinationen: [the guitar / read] [a book / open] [the window / write] [a letter / play] [football / do] [sports / watch] [TV / visit] …
  • Komposita-Domino: apple juice, apple sauce, apple pie / orange juice, cheese sauce, meat pie.
  • Vor- oder Nachsilben: [information / dis-] [appear / mis-] [understand / re] [play / un] [fair / im] …
  • Explanation Domino (PDF): Ein kommunikatives Spiel. Domino mit Bildern – die Spieler müssen versuchen, eine Verbindung zwischen zwei Bildern herzustellen und diese zu erklären.

4. Sentence Puzzles / Satzpuzzle
Niveau: ab 5. Klasse 
Vorbereitung: Tabelle an der Tafel anzeichnen, Papier mit Wörtern beschriften und mit Kreppband an der Wand befestigen 
Übt: Satzstellung, Vokabeln

Hier müssen Dinge in der richtigen Reihenfolge zusammengesetzt werden – z.B. Sätze. Solche Puzzle eignen sich gut für die Tafel. Einfach eine Tabelle mit den Spalten “Time / Subject / Verb / Object / Place / Time” und mit je drei Zeilen pro Team anzeichnen. Die Wörter (oder Wortgruppen), mit denen die Tabelle gefüllt werden soll, groß auf DIN-A-4-Seiten schreiben. Die Wörter werden mit Kreppband an der hinteren Wand im Klassenzimmer befestigt.

Die Schüler bilden nun zwei Teams und stellen sich dazu in zwei Reihen auf. Auf “Los” nimmt sich der Schüler ein Blatt von der Wand und klebt es an die richtige Stelle an der Tafel. Der nächste Schüler kann entweder ein neues Wort dazusetzen oder ein altes an eine andere Position setzen. Das Team, das als erstes seine drei Zeilen fehlerfrei gefüllt hat, gewinnt.

Natürlich kann man auch in kleinen Gruppen und Karteikarten statt DIN-A-4-Seiten spielen.

5. Bingo
Niveau: ab 5. Klasse, unterschiedliche Varianten für alle Niveaus möglich
Vorbereitung: Wortliste, ggf. Bilder 
Übt: Vokabeln einprägen, ggf. Definitionen verstehen

Das Spiel kennen sicher noch alle aus der Grundschule. Aber mit ein bisschen Variation kann man aus Bingo eine interessante und sehr lehrreiche Aktivität für alle Niveaus und Altersstufen machen.

Erst einmal die Grundregeln: Die Schüler zeichnen ein quadratisches Raster (z.B. 4×4 oder 5×5 Felder) auf ein Blatt Papier. Nun nennt der Spielleiter ihnen Wörter, die sie wild vermischt (nicht nebeneinander) in das Raster schreiben (ein Wort pro Feld), z.B. “horse”, “make”, “apple” … Wenn die Begriffe noch nicht geübt wurden, macht es Sinn, sie an der Tafel anzuschreiben und die deutsche Bedeutung daneben zu setzen. Natürlich ist das Abschreiben der Übersetzung verboten, und sie wird vor der zweiten Phase abgewischt.

Wenn das Spielfeld fertig ist, nennt der Spielleiter die Begriffe in Variation. Wenn z.B. die Begriffe vorher auf Englisch diktiert wurden, sagt er nun die deutsche Übersetzung (“Pferd”, “machen”, “Apfel”). Die Spieler müssen das genannte Wort durchstreichen. Wer als erster eine Reihe ganz gefüllt hat (senkrecht, horizontal oder quer) gewinnt.

Variationen:

  • Statt die deutsche Übersetzung der Vokabel zu nennen, kann man auch Bilder des Gegenstandes zeigen (so kann man alle Sinne ansprechen) oder – noch besser – den Begriff auf Englisch erklären. Man kann auch Gegenteile suchen, das Wortfeld angeben oder eine Geschichte vorlesen, in der die Begriffe vorkommen. So werden die Begriffe im Kontext gelernt.
  • Bei unregelmäßigen Verben: Am Anfang nur den Infinitiv aufschreiben. Um ein Bingo zu bekommen, muss der Schüler auch das simple past und das past participle nennen.
  • Auch Zahlen lassen sich toll mit diesem Spiel lernen: Die Schüler schreiben Nummern in ihre Felder („145“, „52“, usw.). Der Lehrer liest dann die Zahl auf Englisch vor („one hundred forty-five“).

6. Shout It Out: Antworten möglichst schnell rufen

Die Schüler werden in Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe bildet eine Schlange; die Schlangen stellen sich nebeneinander auf. Nun wird eine Frage gestellt (in einem Wort zu beantworten). Die Schüler in der ersten Reihe müssen nun so schnell wie möglich die Antwort rufen. Wer als erster die Antwort weiß, verlässt die Schlange; der Schüler hinter ihm nimmt seinen Platz ein, um die zweite Frage zu beantworten. Die Reihe, die zuerst zu Ende ist, hat gewonnen.

Das Spiel eignet sich z.B. für:

  • unregelmäßige Verben
  • Präpositionen mit bestimmten Verben und Adjektiven (good at, believe in …)
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Spiele für den Englischunterricht

Da wir uns nun rasant den Sommerferien nähern und die Klassenarbeiten hinter uns gebracht haben, ist in der Nachhilfe (und in der Schule) wieder einmal Zeit zum Spielen.

Hier möchte ich einmal eine kurze Übersicht über meine Lieblingsspiele im Unterricht geben.

I: Flexible Spiele für viele Themen

1. TABU / „Guess the word“ – Begriffe erklären und raten

2. Find the Pair – Zuordnungsspiele (Memory)

3. Domino

4. Sentence Puzzles: Sätze richtig zusammensetzen

5. Bingo

6. Shout it Out

II: Zählen und Buchstabieren

1. Galgenmännchen / Hangman: Buchstabieren

2. Spelling Race: Buchstabieren

3. Secret Word Riddles / Das geheime Wort

4. Seven-Up: Zählen üben

5. Quartett-Spiele

III: Freies Sprechen

1. Tabu

2. Personen oder Dinge beschreiben

3. What’s in the box? – Gegenstände erraten

4. Who am I? – Personenraten

5. Situation Puzzle – Black Stories / Laterale

6. Story time

7. Guess my sentence / Sätze raten

7a. What seems to be the problem?

8. The Dialogue Game

IV: Schreibspiele

1. Was bedeutet dieses Wort?

2. Keep the Story Going: Geschichte weiterschreiben

V: Vermischte Spiele

1. Simon Says

2. Kim’s Game

3. Kofferpacken

VI: Vokabeln frei assoziieren und auf genannte Vokabeln reagieren

1. Stadt-Land-Fluss

2. ABC Race: Möglichst viele Wörter aus einem Wortfeld finden

3. Vokabel-Duell: Möglichst schnell Wörter ausdenken und darauf reagieren

4. Kriegsschiffe / Battle Ships: Möglichst viele Begriffe aus einem Wortfeld finden

5. Outburst

VII: Quiz-Formen

1. Wer wird Millionär

2. Vokabel-Fußball

3. Noughts and Crosses

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Linktipps: Englisch lernen im Internet

Mittlerweile gibt es so viele fantastische kostenlose Angebote im Internet, dass man bei ausreichender Motivation allein zu Hause (fast) genauso gut lernen kann wie mit einem Lehrer. Hier möchte ich einmal meine Favoriten vorstellen.

1. Vokabeltrainer mit vielen Funktionen: quizlet

Auf quizlet kann eigene Vokabellisten anlegen oder – sehr praktisch – die von anderen Nutzern kopieren. Egal, ob man mit Green Line, English G21 oder einem anderen Lehrwerk arbeitet, wahrscheinlich hat jemand anders die Vokabeln sogar schon für dich eingegeben. Anschließend kann man die Wörter auf verschiedene Weise üben: z.B. mit Karteikarten, als Diktat oder mit einem Memory-Spiel. Quizlet kann auch mehr als die traditionelle Vokabelkartei: So lässt sich z.B. jedes Wort vorlesen, und man kann leicht Bilder hinzufügen.

Dazu gibt es im Appstore und bei Google Play eine kostenlose App, die sogar offline funktioniert. So kann man auch unterwegs im Bus oder Zug bequem lernen, ohne sein Buch mitschleppen zu müssen.

2. Motivierender Online-Sprachkurs: duolingo

Nach einem kurzen Einstufungstest kann man auf duolingo in kleinen Lektionen sein Vokabular und seine Grammatikkenntnisse verbessern. Die Übungen sind zwar nicht gerade originell – so muss man Sätze übersetzen oder Diktate schreiben – aber das System mit Punkten und kleinen „Orden“ ist sehr motivierend. Eine gute Möglichkeit, in der Sprache „drin“ zu bleiben, gerade, wenn man nicht so viel Zeit hat.

3. Schreiben: Lang-8 

Auch durch Schreiben lernt man eine Fremdsprache. Auf lang-8 tauschen Sprachenlerner sich gegenseitig aus: Du korrigierst die Texte von Deutschlernern, und im Gegenzug werden deine Texte von englischen Muttersprachlern verbessert.

4. Online-Magazin für Fremdsprachenlerner: Teatime Mag

Etwas für fortgeschrittene Lerner (ca. ab 9. Klasse): Interessante Magazinartikel mit Vokabelangaben und Übungen. Besonders toll: Zu allen Artikeln gibt es eine MP3-Version, sodass man das Hörverstehen gleich mittrainieren kann.

5. Englisch-Podcasts der BBC: BBC Learning English

Die unterhaltsamen Kurse bieten Hörverstehens- und Grammatikübungen für verschiedene Niveaustufen. Ich bin besonderer Fan des Business English-Reihe „English at Work“ um die chaotische Firma Tiptop Trading.

6./7. Grammatik üben: englisch-hilfen und ego4u

Auf diesen Seiten gibt es Grammatik-Erklärungen und interaktive Übungen. Super zur Vorbereitung auf die nächste Klassenarbeit.

8. Sprachpartner finden: mylanguageexchange

Auf mylanguageexchange findest du (nicht nur) englische Muttersprachler, die ihrerseits Deutsch lernen wollen. Natürlich gilt hier das gleiche wie bei allen Communities im Netz: Man weiß nicht, wen oder was man sich da angelt (On the internet, nobody knows you’re a dog …). Trotzdem kann sich hier ein fruchtbarer Austausch entwickeln und man kann wirklich nette Leute treffen.

9. Hörverstehen trainieren: elllo

Probleme bei listening comprehension exercises? Auf elllo gibt es eine große Auswahl von Audios und Videos zu verschiedenen Themen und Niveaustufen.

In diesem Eintrag wollte ich nur einen Überblick über meine absoluten Favoriten bieten. Eine umfangreichere Liste findet ihr auf meiner Nummer 10: dem Sprachportal englisch-lernen-im-internet – ein Linktipp mit vielen Übungen zu allen Aspekten des Sprachenlernens.

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Future tenses: will-future, going-to-future, present progressive, simple present

Im Englischen verwendet man verschiedene Zeiten, um über die Zukunft zu sprechen – je nach dem, was man ausdrücken möchte. In diesem Post wollen wir uns einmal alle wichtigen Zeiten ansehen.

1. Vier Möglichkeiten, über Zukünftiges zu sprechen

Das will-future
I will go. I won’t go. Will I go?
für Vermutungen, Hoffnungen/Befürchtungen, Dinge, auf die man keinen Einfluss hat, spontane Entscheidungen.

He is afraid that his parents will split up. (Er befürchtet es, aber es gibt noch keinen Plan.)

SIGNALWÖRTER: be afraid, hope, think, guess, probably, maybe …

Das going-to-future
I’m going to go. I’m not going to go. Am I going to go?
Für Pläne und für Ereignisse, die man schon absehen kann.

His parents are going to split up. (= Die Scheidung ist schon geplant.)

Look at the clouds. It’s going to rain. (= Die Wolken sind ein sicheres Anzeichen für den Regen.)

Das present progressive
I’m going. I’m not going. Am I going?
Für feste Pläne mit Zeitangabe.

We’re meeting at the cinema tomorrow.

SIGNALWÖRTER: Zeitangaben (tomorrow, next Sunday, this afternoon, at 8 o’clock)

Das simple present („timetable future“)
I go. I don’t go. Do I go?
Für Zeit-, Abfahrts- und Stundenpläne.

The train leaves at 9.30.

The meeting starts at 5.

SIGNALWÖRTER: alles, was Abfahrts- oder Ablaufpläne hat (trains, buses, planes, conferences, meetings, parties, classes …), Verben, die einen Ablauf signalisieren (start, end, stop, leave, arrive …)

Häufige Schwierigkeiten bei der Verwendung der future tenses

1. Zu viel simple present und will-future

Deutsche Muttersprachler neigen gerne dazu, zwei Zeiten zu oft zu verwenden, weil die Verwendung der im Deutschen gleicht: das simple present und das will-future.

EXAMPLE 1 Ich gehe morgen ins Kino. -> I go to the cinema tomorrow.

Das geht gar nicht: Das simple present kann man in der Zukunft nur für Zeit-, Stunden- oder Fahrpläne verwenden. Hier wären Möglichkeiten:
I’m going to go / I’m going to the cinema tomorrow. 
-> Der Gang zum Kino ist geplant und schon vereinbart.
I’ll go to the cinema tomorrow. 
-> Ich habe mich spontan entschieden, morgen ins Kino zu gehen, oder ich bin mir noch nicht sicher, ob ich wirklich gehe.

EXAMPLE 2 Er wird morgen um halb zehn zum Bewerbungsgespräch gehen. -> He will go to a job interview at half past nine tomorrow. 

Nun, natürlich könnte man in diesem Satz das will-future verwenden. Es würde aber hier ausdrücken, dass er z.B. seinen Gang zum Bewerbungsgespräch nicht beeinflussen kann (der Wind treibt ihn vor sich her in die Arme des Chefs) oder dass es nur eine vage Vermutung meinerseits ist – „Ich denke mal, er geht vielleicht morgen um halb zehn dahin“. Die genaue Zeitangabe legt jedoch nahe, dass das Gespräch geplant und fest vereinbart ist. Deshalb fährt man hier mit going to-future oder present progressive gut:
He is going to go / He is going to a job interview tomorrow. 

2. Was ist der Unterschied zwischen present progressive und going-to-future?

Beide werden für Pläne gebraucht – woher weiß ich dann, was ich wann verwenden muss?

a) Beim present progressive muss eine Zeitangabe stehen – sonst weiß man nicht, ob gerade über die Gegenwart oder die Zukunft gesprochen wird:

I’m going to go to the cinema (tomorrow). 
-> tomorrow kann, muss aber nicht verwendet werden.

I’m going to the cinema tomorrow. 
-> tomorrow muss hier stehen.

b) Das going-to-future wird auch verwendet, wenn man ein zukünftiges Ereignis schon aus Anzeichen ablesen kann:

Look at the clouds – it’s going to rain soon! 

NICHT: Look at the clouds – it’s raining soon!

2. Future perfect und future progressive

Das future perfect bildet man mit will + have + past participle (3. Spalte / -ed-Form). Es drückt aus, dass etwas in der Zukunft bereits abgeschlossen ist.

By tomorrow, we will have finished the project. 
Morgen werden wir das Projekt beendet haben. 

Das future progressive bildet man mit will + be + ing-Form. Es drückt aus, dass eine Handlung zu einem Zeitpunkt in der Zukunft gerade ablaufen wird.

This time tomorrow, I’ll be writing a test. 
Morgen um diese Zeit werde ich gerade einen Test schreiben. 

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Die erste Nachhilfestunde

Ich hatte in meiner Karriere mittlerweile eine Menge „erster Nachhilfestunden“. Deshalb dachte ich mir, ich schreibe einmal auf, wie ich dabei vorgehe. Wenn ihr etwas anders macht, würde ich mich freuen, in den Kommentaren darüber zu lesen!

1. Vor der Stunde …

  • erfrage ich die wichtigsten Schülerdaten:
    • Alter / Klassenstufe
    • Schultyp (GY, RS, GS …)
    • verwendetes Schulbuch
    • aktuelles Thema
    • spezifische Probleme
    • Besonderheiten (Klassenwiederholung, lange krank gewesen, LRS …)

2. Ich packe in meinen Koffer … 

  • den Nachhilfe-Ordner (PDF) mit:
    • Schüler-Karteikarte für Daten und Noten,
    • Inhalte-Karte für behandelte Themen und Hausaufgaben,
    • Lernstand-Karte mit Problemen und Fortschritten des Schülers.
  • verschiedenfarbige Stifte.
  • Schreibblock.
  • Arbeitsmaterialien, z.B. Arbeitsblätter oder ein anderes Englischbuch.
  • ggf. Karteikarten in verschiedenen Farben.
  • Wenn man es professionell angehen will, kann man für den Schüler einen Schnellhefter und ein Nachhilfe-Heft mitbringen.

3. Anfang der Stunde: Gespräch mit dem Schüler

  • Kennenlernen: Man stellt sich vor, spricht über Hobbys und Interessen.
  • Die Fragen auf der Schüler-Karteikarte beantworten. Zum Beispiel:
    • alle Fragen aus 1.
    • Noten in die Karteikarte eintragen.
    • Selbsteinschätzung: Was kann der Schüler seiner Meinung nach (weniger) gut?
    • Situation in der Schule: Kommt er im Unterricht mit? Wie ist das Verhältnis zum Lehrer?
    • Lernverhalten: Wie viel Zeit investiert er in das Nachhilfefach? Wie lernt er Vokabeln?
    • Einsicht in Klassenarbeiten: Wenn möglich, sollte der Nachhilfelehrer einen Blick in alte Tests werfen und sehen, welche Fehler der Schüler dort gemacht hat.

4. Einstieg: Entscheidung, welches Thema man behandeln wird 

  • Der Nachhilfelehrer fragt, was aktuell im Unterricht behandelt wird. 
    • Wir schauen uns zusammen das Thema in Heft und Lehrbuch an.
    • Der Schüler erklärt das Thema mit eigenen Worten und stellt ggf. Fragen.
    • Hierbei sieht der Lehrer, wie der Schüler sein Heft führt: Sind die Einträge vollständig? Wurden die Hausaufgaben sorgfältig erledigt?
  • Als nächstes kommt die Frage an den Schüler: Was möchte er/sie heute lernen?
    • Der aktuelle Unterrichtsstoff hat Priorität.
    • Wenn es hier keine Fragen gibt, kann alter Stoff wiederholt werden.
    • Falls der Schüler keine Wünsche hat, bieten sich Aufgaben an, mit denen der Lehrer seinen Wissenstand überprüfen kann, z.B.
      • ein Lerncheck,
      • Übersetzungen,
      • Basisgrammatik (z.B. Sätze in verschiedenen Zeiten bilden)
      • selbst Texte verfassen
      • eine Fehlersuche: Fehler erkennen und korrigieren

5. Erarbeitung 

  • Erklärung: Zuerst werden offene Fragen geklärt. Man sollte dabei (stichpunktartig) die Erklärung schriftlich festhalten. Der Schüler sollte zu der Übersicht beitragen, sie möglichst selbst anfertigen. Wenn das zu schwierig ist, kann er eigene Beispielsätze finden.
    • Warum schriftliche Notizen? – Wahrscheinlich wird jeder das Problem kennen: Man hat ein Thema mühevoll erarbeitet, aber in der nächsten Stunde ist alles wie weggeblasen. Mit ein paar Notizen kann der Schüler das Gelernte leicht wiederholen.
  • Als nächstes wird das Thema mit Aufgaben eingeübt. Der Schüler sollte hier selbstständig und (zumindest teilweise) schriftlich arbeiten. Wenn die Aufgaben rein mündlich gelöst werden, entgehen dem Lehrer z.B. Rechtschreibfehler.
  • Korrektur: Der Lehrer lässt sich bei jeder Aufgabe kurz erklären, warum der Schüler diese Lösung gewählt hat. Im Idealfall erkennt der Schüler so schon selbst, wo er oder sie einen Fehler gemacht hat. Die Korrekturen sollten nicht mit Tintenkiller oder Radiergummi vorgenommen werden. Besser ist es, die Fehler mit einer anderen Farbe zu markieren und die richtige Lösung daneben zu schreiben.

6. Sicherung 

  • Der erste Bestandteil der Sicherung ist natürlich die angefertigte schriftliche Übersicht.
  • Der zweite Bestandteil sind die schriftlich bearbeiteten Aufgaben mit den korrigierten Lösungen.
  • Der letzte Bestandteil ist die Fehlerreflektion:
    • Der Schüler fasst zusammen, was in der Stunde behandelt wurde.
    • Er notiert sich, womit er Schwierigkeiten hatte.
    • Er gibt sich eine „Note“ dafür, wie gut er das Thema schon beherrscht.
    • Er setzt sich ein Ziel bis zur nächsten Stunde (z.B. „alle Signalwörter des simple past beherrschen“).
  • Es ist sinnvoll, im Nachhilfeheft oder -ordner eine Übersicht mit den gehaltenen Stunden, Themen und Hausaufgaben anzulegen – im Grunde wie ein Klassenbuch. Diese Übersicht sollte sowohl der Lehrer als auch der Schüler ausfüllen. So kann man nach einer Weile besser nachvollziehen, was bereits behandelt wurde.

7. Verabschiedung 

  • Der Lehrer wünscht dem Schüler einen schönen Tag / Erfolg in der Klassenarbeit / etc.
  • Er kann dem Schüler eine Hausaufgabe aufgeben, z.B.:
    • Die Mitschrift aus der Nachhilfe noch einmal zur Hand zu nehmen.
    • Sinnvolle, zusätzliche Aufgaben erledigen (eigenes Arbeitsblatt, Vokabeln aus Lektion 1 wiederholen, unregelmäßige Verben a-d lernen …).

8. Ein paar nützliche Tipps für die Nachhilfe allgemein

  • Die Anleitung oben ist ein Grundmuster, das man variieren sollte. Ein paar Ratschläge:
    • Schriftliche Arbeit ist wichtig. Trotzdem darf der Dialog keinesfalls zu kurz kommen. Bei mehreren Schülern ist Gruppen- und Partnerarbeit eine gute Idee.
    • Nicht nur Grammatik üben – das hilft vielleicht in grammatiklastigen Tests, aber das Englisch des Schülers verbessert sich so langfristig nicht. Alle vier Kompetenzen zu trainieren (Lesen, Schreiben, Hörverstehen, Sprechen – plus Mediation als fünfte) bringt auch Abwechslung.
    • Spielen im Unterricht ist keinesfalls Zeitverschwendung! Es kann den Stress lösen, den schwache Schüler mit dem Fach verbinden. Auch lernunwillige oder unkonzentrierte Kinder kann man mit einem Spiel aus der Reserve locken.
  • Dem Schüler Methoden vermitteln – zur Bearbeitung von Aufgaben (Analyse der Fragestellung, systematisches Herangehen an die Aufgabe, Selbstkorrektur) und zum Lernen an sich (z.B. Arbeit mit Vokabelkartei). Das bedeutet keine zusätzliche Arbeit – man sollte einfach immer darauf achten, dass die „Regeln“ eingehalten werden.
  • Ein wichtiges und problematisches Thema ist Wortschatz. Es ist die Krux beim misslungenen Hör- und Leseverstehen, und oft liegen sogar die vermeintlichen „Grammatikfehler“ daran, dass der Schüler einfach wichtige Wörter in der Aufgabe nicht weiß. Im Gegenzug ist es sehr schwierig, den nötigen Wortschatz nachzulernen, wenn der Anschluss einmal verpasst ist (dazu in einem anderen Post mehr). Nichtsdestotrotz sollte man regelmäßige Wortschatz-Aufgaben in den Unterricht einbauen – das kann auch gut spielerisch geschehen.
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