Rätsel-Formen für den Sprachunterricht

Eine nette Abwechslung für den Unterricht ist dann und wann mal ein Rätsel. Aber das gute alte Kreuzworträtsel wird schnell langweilig. Hier einmal ein paar Ideen für alle, die wie ich gerne ihre eigenen Rätsel zusammenbauen. Ich möchte mich hier auf Rätselformen beschränken, die man selbst (ggf. mit einem kostenlosen Generator aus dem Internet) leicht “nachbasteln” kann. Wer mehr möchte, kann sich auf der Seite raetselstunde.com weitere Anregungen holen.

1. Kreuzworträtsel / Crossword puzzles

Kreuzworträtsel kennen wir natürlich alle: Ein Begriff muss anhand eines Synonyms (bzw. deutscher Übersetzung), einer Erklärung oder eines Bildes erraten werden. Mittlerweile kann sie jeder im Internet erstellen (z.B. auf puzzle-maker.com). Ein Beispiel zum Thema “Haustiere” (5. Klasse):

kreuzworträtsel

Across: 1 It eats mice. 4 It has big ears. 6 It’s an animal you keep in your house. 8 It likes cheese.
Down: 2 I like the Teenage Mutant Ninja … 3 It lives in the water. 5 It can fly. 7 It doesn’t like cats.

Kleinrätsel: Von Kreuzworträtseln lassen sich zur Abwechslung ein paar kleinere Varianten erstellen. Hier werden die Begriffe alle nur durch ein Lösungswort verbunden. Hier ein Kleinrätsel zum Thema “zählen”.

Mini-Kreuzworträtsel

Kleinrätsel gibt es in allen erdenklichen kreativen Formen und Gestalten (z.B. “Eieruhrrätsel”, “Pyramidenrätsel”, “Dartspiel”, und so weiter).

Die Vokalsuche: Ein Kreuzworträtsel, bei dem es keine Hinweise gibt, dafür sind aber schon alle Konsonanten eingetragen. Natürlich kann man auch beliebige andere Buchstaben weglassen.

Das Brückenrätsel: Drei Spalten. Links steht ein Wort. In der Mitte muss der Spieler ein Wort einfügen. Rechts ist wieder ein Wort vorgegeben. Das Wort in der Mitte stellt nun die “Brücke” zwischen den beiden Begriffen dar: Bei “surf” und “game” wäre ein mögliches Brückenwort “board” (surfboard, boardgame). Auch hier kann man wieder ein Lösungswort anlegen.

Brückenrätsel

2. Silbenrätsel / Word puzzle

Beim Silbenrätsel ist eine Anzahl von Silben vorgegeben, aus denen neue Wörter gebildet werden müssen. Oft ergibt sich aus Buchstaben der Einzelwörter noch ein Lösungswort. Ein Beispiel zum Thema “Schule und Lernen”:

silbenrätsel

Spielereien wie Silbenrauten und Silben im Achteck machen optisch etwas mehr her, sind dafür aber ungleich schwerer zu erstellen.

3. Anagramme / Buchstabensalat

Vertauschte Buchstaben: epapl = apple. Dieses Spiel kann man für fortgeschrittene Spieler komplizierter machen, indem man das gesplittete Wort auch noch aufteilt.

Beispiel: In diesem Puzzle sind drei Wassertiere versteckt. Um sie zu finden, muss man die zwei Spalten verbinden. Unser erstes Tier wäre SHR + KA = SHARK.

SHR          AE
HLW         KA
ERO          TT

4. Buchstabenrätsel

Die Wortsuche: Ein Raster mit Buchstaben, in dem Wörter versteckt sind. Die Wörter können vertikal, horizontal, schräg und sogar rückwärts angeordnet sein. Hier eine Wortsuche zum Thema “Familienmitglieder”:

P G R A N D M A S T
C O U S I N R U O M
K F U R E B S N A A
C A E F C L I T P J
G T L S E D S Q N Z
X H T M M O T H E R
D E V E P C E M B O
B R O T H E R H O K
H F W N E P H E W Y
J I U N C L E G N I

Die Wortschlange: Die popelige Version der Wortsuche. Hier ein Beispiel, in dem drei Farbwörter versteckt sind: jklbluefjkljklredkoaxfklblackoms.

Die Buchstaben-Kollektion: Man zeichne ein Acht- oder Sechseck (oder prinzipiell jede beliebige Form). In jedes Achtel (bzw. Sechstel) kommen drei Buchstaben. Man muss je einen aus jedem Feld wählen, um ein Wort zu bilden. In dieser Kollektion zum Thema “fruit salad” sind sogar drei Wörter versteckt. Ich sag mal nicht, welche.

Buchstaben-Kollektion

5. Buchstabenrätsel mit Zahlen

Einfache Variante: Hier steht jede Zahl für einen Buchstaben (z.B. A = 1, B = 2, C = 3 …). Dazu gibt es noch mehr oder weniger deutliche Hinweise.

1 A huge, gray animal native to India and Africa: 5   12   5   16   8   1   14   20
2 An animal native to Australia: 11   1   14   7   1   18   15   15

Schwierigere Variante: Hier steht eine Zahl für mehrere Buchstaben – so wie früher, als man noch auf der Handytastatur SMS getippt hat. Zum Beispiel: 1 = ABC, 2 = DEF 3 = GHI…

6. Ankreuz-Rätsel mit Lösungswort

Lehrers Liebling. Im Prinzip nur eine Multiple-Choice-Aufgabe, bei der ein Lösungswort herauskommt.

Ankreuz-Rätsel

7. Wort-Irrgarten (Word maze)

Bei einem sogenannten word maze hat man ein mit Wörtern gefülltes Raster vorliegen. Man beginnt nun in der oberen linken Ecke und muss im “Irrgarten” einen Weg bis zur rechten unteren Ecke finden. Dabei darf man nur Felder betreten, die eine bestimmte Art von Wort enthalten (z.B. Wörter aus einem Wortfeld (Familie, Tiere …), Wörter mit ähnlicher Aussprache, usw.). Man darf sich nur auf angrenzende Felder bewegen. Hier ein Irrgarten zum Thema “Verben der Bewegung”:

word maze

Ein Beispiel zum Aussprachetraining gibt es auf der Webseite busyteachers.com. Man könnte sich auch gut eine Variation dieses Rätsels mit dem bekannten Rösselsprungrätsel (-> Wikipedia) vorstellen, um es ein wenig interessanter zu machen.

8. Logic Puzzle / “Logical”

Gute Leseverstehensübungen sind die sogenannten “Logic Puzzles”. Hier einmal ein ganz simples Exemplar:

It’s the weekend. Janet and her friends want to go out. The girls visit different places: One goes to the zoo, one goes to the museum, one goes to the swimming pool and one goes to the restaurant. Read the clues and find out where the four friends spend their afternoon.

CLUE 1 Janet likes animals.
CLUE 2 Debbie isn’t hungry.
CLUE 3 Lily loves sports.

zoo museum pool restaurant
Janet
Jenny
Debbie
Lily

Dieses einfache Beispiel zeigt jedoch schon, warum man mit diesen Rätseln gut das detaillierte Lesen üben kann: Man muss wichtige von unwichtiger Information trennen (dass es Wochenende ist, ist für die Aufgabe nicht relevant), Weltwissen mit einbeziehen (in einem Zoo gibt es Tiere) und Verbindungen zwischen unterschiedlich formulierten Informationen finden (Schwimmen ist ein Sport; wenn man hungrig ist, geht man ins Restaurant).

Logic Puzzles kann man gut selber erfinden, wenn man so etwas gerne macht – ansonsten findet man sie auch im Netz. Natürlich gibt es auch viel kompliziertere Logic Puzzles mit mehr Kategorien, die auch eifrige Tüftler ins Grübeln bringen – wie dieses Logical von raetselstunde.com.

An dieser Stelle möchte ich euch noch ein ganz besonderes Logic Puzzle empfehlen, das man auf der Webseite des Senders PBS online spielen kann: Disease Detective. Hier muss der Spieler durch Ausschlussverfahren herausbekommen, wo die Quelle einer ansteckenden Erkrankung liegt.

9. Rätselkrimi / Mystery

“Mystery brain teasers” oder “puzzle mysteries” sind kurze Geschichten, bei denen der Leser selbst die Lösung erraten muss. Sie können ebenfalls gute Leseverstehensübungen sein, denn oft muss der Leser kleine Unstimmigkeiten im Text entdecken. Man lernt dabei, gezielt nach Details zu suchen.

Auch puzzle mysteries finden sich zuhauf im Netz. Wenn man jedoch einen solchen Rätselkrimi in der Nachhilfe benutzen will, sollte man den entsprechenden Text vorher gründlich prüfen, ob die Aufgabe auch dem Zweck dient, das Leseverstehen zu schulen – d.h. die Lösung darf nicht zu schwer und muss dem Text zu entnehmen sein.

10. Bilderrätsel

Hier müssen Bildern die richtigen Begriffe zugeordnet werden. Ein (oder mehrere) beliebiger Buchstabe wird nun aus jedem Bild entnommen. Daraus formt man dann ein Lösungswort.

Welche Kreatur verstecken diese Tiere wohl in ihren Anfangsbuchstaben?

Bilderrätsel

11. Domino

Bei diesem Quiz müssen “Domino-Steine” in der richtigen Reihenfolge miteinander verbunden werden. Wenn man alles richtig gemacht hat, kommt man am Ende wieder beim Anfangsstein heraus. Optional kann man auch noch ein Lösungswort angeben.

Domino-Quiz

12. Hidden Object Games

Mit “Wimmelbildern” lässt sich gut altes Vokabular wiederholen. Man kann diese Bilder (mit etwas Zeitaufwand) auch selbst machen. Dazu braucht man nur eine Grafikbearbeitungssoftware,  die die Arbeit mit mehreren Ebenen zulässt, oder einfach PowerPoint (mein Werkzeug der Wahl). Man zeichnet einen simplen “Raum” – z.B. drei Striche, um Fußboden und zwei Wände anzudeuten – und füllt diesen mit Cliparts. Die findet man kostenlos z.B. auf openclipart.org. Ein Beispiel:

Find the item that’s not in the picture! Alle diese Gegenstände finden sich im unten stehenden Bild – bis auf einen. Streiche alle Objekte durch, die du entdeckt hast, und finde den “blinden Passagier”!

watering can – piggy bank – poster – green apple – chicken – books – scissors – water bottle – basketball – radiator – rabbit – violin – dollar bills – cookie – potato chips – chair – rubber – pencil sharpener – frog – fish bowl – rubber boot – camera – turtle – cooking pot – cardboard box – green sweater – laptop – calendar – letter – postcards – toy car – window – bonsai tree – bag – trousers – egg – torch – socks – Swiss army knife – toy pirate boat – magician’s hat – chess piece – cucumber – shoe – map – TV – watch – fruit bowl – alarm clock – wallet – lamp – glass of orange juice – scarf – toy train – dog – towel –keys – matchbox – clock – baseball cap – carrot – jacket– umbrella – two mice – bin – umbrella – rubber duck– glue tube – cup of coffee – desk – pen cup – stapler  – candle – flower pot – maple leaf – light switch – paper plane – socks – football – suitcase – cabinet – spider

Hidden Object Game

Meine liebsten Etymologien im Englischen

Ich bin ein großer Fan von Etymologien. Hier einmal zwölf ausgewählte Beispiele.

  1. vaccine (Impfung)

Kommt vom Lateinischen vacca, die Kuh. Die ersten Impfungen wurden 1789 von Edward Jenner (nicht zu verwechseln mit Edwin Jenner aus The Walking Dead) durchgeführt. Er infizierte einen achtjährigen Jungen mit den (vergleichsweise harmlosen) Kuhpocken und setzte ihn anschließend den echten, tödlichen Pocken aus (nett, nicht wahr?). Der Junge erkrankte jedoch nicht, weil er durch die Kuhpocken bereits die notwendigen Antikörper gebildet hatte.

2. quarantine (Quarantäne)

Kommt von dem italienischen Wort quaranta, 40. Im Jahre 1377 erließ die Regierung der Republik Ragusa (Kroatien) ein Gesetz, um sich vor der damals wütenden Pest zu schützen: Reisende mussten vierzig Tage lang in Lazaretten bleiben, um zu sehen, ob sie Symptome der Krankheit entwickelten. Erst danach durften sie in die Stadt.

3. consider (überlegen, erwägen)

Enthält das lateinische Wort sidus – Stern. “Con-siderare” bedeutet eigentlich “die Sterne betrachten”.

4. nightmare (Albtraum) 

Zusammengesetzt aus night (Nacht) und mare (ein nachtaktiver Kobold). Der “mare” – auch als Incubus bekannt – setzt sich Schlafenden auf die Brust; daher das bedrückende Gefühl, wenn man einen Albtraum hat. Im Deutschen übrigens dasselbe: Der “Alb” ist nichts anderes als ein bösartiger “Elf”, der nachts sein Unwesen treibt – deshalb heißt der Elfen- bzw. Zwergenkönigs aus der Nibelungensage auch “Alberich”.

Gemälde von Johann Heinrich Füssli: Nachtmahr
Johann Heinrich Füssli, “Nachtmahr”, um 1781.

5. clue (Hinweis, Anhaltspunkt, Schlüssel)

Dieses Wort kennen sicherlich alle aus dem Spiel “Cluedo”. Die Etymologie ist interessant: Ursprünglich ist es eine Variante des Wortes clew, welches “Garnknäuel” bedeutet. Die Bedeutung “Hinweis” ist eine Anlehnung an den Mythos von Theseus, der mithilfe des Ariadnefadens den Weg aus dem Labyrinth fand.

6. lady (Dame)

Kommt von dem Altenglischen hlǣfdige (loaf-kneader) – also die Person im Haushalt, die das Brot macht.

7. daisy (Gänseblümchen)

Eine Kontraktion von day’s eye – die Blätter des Gänseblümchens öffnen sich bei Tage und schließen sich in der Nacht.

8. Yucatan (die mexikanische Halbinsel)

Beruht angeblich auf einem Missverständnis: Als die spanischen Eroberer dort ankamen und die Einheimischen fragten, wie der Ort denn heiße, antworteten sie etwas, was wie “Yucatan” klang und in ihrer Sprache “Ich verstehe nicht, was du sagst” bedeutet. (Aus einem solchen Missverständnis (hier zwischen Deutschen und Franzosen) entstanden ist übrigens angeblich auch der französische Begriff für ein Oberlichtfenster: le vasistas – von “Was ist das?”)

Einer anderen Deutung nach kommt das Wort aus der aztekischen Sprache Nahuatl und bedeutet “reicher Ort”.

9. to decimate (dezimieren)

Vom lateinischen decimare, das sich wiederum von decimus (der zehnte) ableiten lässt. Stammt von der Praxis, bei meuternden Armeen als Kollektivstrafe jeden zehnten Mann zu töten.

10. gym (Fitnessstudio oder Sporthalle)

Giggles incoming: Eigentlich derselbe Begriff wie unser deutsches Gymnasium. Vom griechischen gymnos, was nackt bedeutet. Das γυμνάσιον war der Ort, wo man nackt Sport trieb. 

11. humor (Humor)

Bedeutet eigentlich “Flüssigkeit” (von lat. umor). Er wurde auch für die vier Körperflüssigkeiten (Schleim, Blut, gelbe und schwarze Galle) verwendet, die nach der Vier-Säfte-Lehre den Charakter eines Menschen beeinflussen (phlegmatisch, sanguinisch, cholerisch und melancholisch). Von dieser Interpretation als “Stimmung” oder “Laune” nahm das Wort dann schließlich seine heutige Bedeutung an.

12. assassin (Assassine / Auftragsmörder)

Diese Etymologie ist umstritten. Der Begriff kommt angeblich vom arabischen Wort hashishiyyin – Haschischnutzer. Damit gemeint war eine Verbindung politischer Attentäter, die vom 8.-14. Jahrhundert im Iran tätig waren. Ihre Angriffe richteten sich unter anderem gegen christliche Kreuzfahrer und sollen unter dem Einfluss von Haschisch begangen worden sein.

Freies Schreiben in der Nachhilfe üben

Hier möchte ich einmal erzählen, wie ich beim Üben der Textproduktion in der Nachhilfe vorgehe. Hier gibt es natürlich große Unterschiede, je nachdem, in welcher Klasse oder Schulform ein Schüler ist, aber im Prinzip folge ich meistens den folgenden zwölf Punkten.

SCHRITT 1: Selbsteinschätzung Zuerst frage ich die Schülerin, warum sie ihrer Meinung nach wenig Punkte auf ihre Textproduktion bekommt. Dieser Schritt ist wichtig, weil viele Schüler ihr Problem – trotz mittlerweile transparenterer Bewertung – nicht richtig einschätzen.

Beispiel: Eine Schülerin geht davon aus, dass sie die schlechten Noten für sprachliche Mängel (falsche Vokabeln, Grammatikfehler) bekommt. Sie reagiert darauf, indem sie immer “auf Nummer Sicher” geht, komplexe Strukturen vermeidet und nur Vokabeln gebraucht, bei denen sie sich ganz sicher ist. In Wirklichkeit gefiel ihrem Lehrer jedoch ihr Stil nicht. Die Strategie der Schülerin hat also das Problem noch verschärft, nicht behoben.

Umgekehrt ist manchmal auch die Analyse des Lehrers, wo denn das Problem eines Schülers liegt, falsch. Ein plakatives “Du musst Vokabeln lernen” als Anmerkung unter einem wenig abwechslungsreichen Text geht möglicherweise am Kern der Sache vorbei: Vielleicht verfügt der Schüler über das nötige Vokabular, kann es aber nicht einsetzen, weil er auch schon in der Muttersprache Schwierigkeiten mit dem Ausdruck hat.

SCHRITT 2: Ich gehe gemeinsam mit der Schülerin ihre Klassenarbeiten und Hausaufgaben durch. An den Anmerkungen des Lehrers / der Lehrerin kann man sehen, worauf er oder sie in der Textproduktion Wert legt. Hat die Schülerin Abzug für grammatische Fehler bekommen? Oder lagen die Schwierigkeiten eher im inhaltlichen oder stilistischen Bereich? So kann man sich gleichzeitig mit der Art der Aufgaben vertraut zu machen, die in der nächsten Arbeit zu erwarten sind.

SCHRITT 3: Ich analysiere mit der Schülerin zusammen die Aufgabenstellung. Hier passieren öfters Fehler, als man meinen sollte. Beispiele:
1. Einer meiner Schüler bekam die Aufgabe “to discuss the advantages and disadvantages of using mobile phones in school”, kannte aber das Wort (dis-)advantage nicht. Also schrieb er einen Text darüber, wie der Gebrauch von Mobiltelefonen in seiner Schule gehandhabt wurde.
2. Ein anderer Schüler versteht zwar alle Wörter im Arbeitsauftrag, beantwortet die gestellte Frage allerdings aus irgendeinem Grund trotzdem nicht. (Es ist wie mit den strandenden Walen. Keiner kann es sich erklären.) Möglicherweise schreibt er stattdessen einen leidenschaftlichen Aufsatz über die schädlichen Auswirkungen der Mobiltelefonsucht unter Elfjährigen, weil er der Meinung ist, dass Lehrer so etwas hören wollen. Vielleicht wurde eine solche Frage auch zuvor im Unterricht diskutiert oder er hat zufällig am Vorabend eine Dokumentation über das Thema gesehen – und diese Information blockiert dann irgendwie die Fähigkeit, auf die eigentliche Fragestellung einzugehen.

TIPP 1: Wenn man dieses Problem bei einer Schülerin bemerkt, kann man ihr “Thema verfehlt”-Aufsätze zu geben und sie bitten, dem Verfasser eine Note zu geben.

TIPP 2: Man kann auch erst einmal viele verschiedene Arbeitsaufträge mitbringen (“Describe the development of …”, “Give examples of …”). In einem ersten Schritt lässt man sie ins Deutsche übersetzen. Danach kann man gemeinsam überlegen, was der Lehrer wohl in einer Antwort zu der Frage erwartet – und was nicht.

SCHRITT 4: Überlegen – Was brauche ich, um die Aufgabe zu beantworten? Erst besprechen wir die Frage, welches inhaltliche Wissen die Schülerin benötigt. (Einigen Schülern ist z.B. nicht klar, dass sie, wenn sie beispielsweise nach einer “eigenen Meinung” zu einem Thema gefragt werden, diese auch mit im Unterricht gelernten Fakten verbinden müssen.)

Abgesehen vom Inhalt benötigt man natürlich auch Vokabeln: Hier kann man z.B. eine Liste mit sinnvollen Redemitteln oder ein Mindmap mit zentralen Begriffen anlegen.

Auch Wissen zum Aufbau des gewünschten Textes (wie beginnt und endet ein Brief? Wie ordnet man die Argumente in einer Erörterung an?) kann man gut vor dem Schreiben noch einmal verdeutlichen und in einer Übersicht sammeln.

SCHRITT 5: Ideen sammeln. Nachdem die Aufgabe entschlüsselt worden ist, wird erst einmal per Brainstorming überlegt, was man dazu sagen könnte. Bei jeder Idee sollte man sich fragen, was sie zum Gesamttext – der Aussage, zu der ich hingelangen will – beiträgt. Wenn sie nichts beiträgt, kommt sie weg.

SCHRITT 6: Planen. Die Schülerin bereitet eine “Outline” für den Aufsatz vor. Auch hier heißt es wieder, das eigene Werk kritisch zu begutachten: Ist die Gliederung für einen Außenstehenden verständlich? Kommt am Ende das heraus, was ich sagen will?

SCHRITT 7: Schreiben. Hier arbeitet die Schülerin alleine. Ich finde es sinnvoll, die Benutzung eines Wörterbuchs oder Internets zu erlauben – nur so kann man ja neue Vokabeln erlernen, und auch der Umgang mit diesen Hilfsmitteln will geübt sein. Vor der Arbeit üben wir aber trotzdem auch unter Klausurbedingungen (d.h. zum Beispiel nur mit einsprachigem Wörterbuch).

SCHRITT 8: Selbstständige Korrektur. Die Schülerin liest ihren Text selbst noch einmal und untersucht ihn (evtl. mit einer Liste “häufiger Fehler”) auf Probleme.

SCHRITT 9: Inhaltliche und strukturelle Korrektur. Wenn der Nachhilfelehrer schon über die Planung geschaut hat, sollte hier eigentlich nicht mehr viel im Argen liegen. Wenn doch, hat dieses Problem natürlich Priorität. Ich unterstreiche die entsprechenden Stellen und lasse die Schülerin selbst überlegen, was damit nicht stimmen könnte.

SCHRITT 10: Sprachliche Korrektur. Auch Satzbau-, Verbbildungs- oder Präpositionsfehler markiere ich zunächst einmal markieren und helfe erst , wenn die Schülerin sie nicht selbstständig verbessern kann.

SCHRITT 11: Stilistische Korrektur. Das ist der kniffligste Teil, denn die Meinungen über “guten Stil” gehen bekanntlich weit auseinander. Worauf ich besonders achte:

  • Sind alle Sätze klar verständlich?
  • Gibt es ein Gleichgewicht von (nicht zu) kurzen und (nicht zu) langen Sätzen?
  • Werden die Sätze sinnvoll und abwechslungsreich mit Konjunktionen und anderen Link words verknüpft?
  • Ist das Vokabular möglichst präzise?
    • Das bedeutet: Der Autor “says” möglichst nicht, sondern “criticizes”, “implies” oder “suggests”.
  • Ist das Vokabular in sinnvollem Maße abwechslungsreich?
    • Wie beim vorherigen Punkt. Viele Schüler scheinen zu glauben, dass man in einem Text kein Wort zweimal verwenden dürfe. Also schreiben sie statt “say” solche Merkwürdigkeiten wie “quethe”. Der Grund, dass man nicht dauernd “say” sagen soll, ist nur, dass andere Wörter wie “criticize” oder “imply” auf dem gleichen Raum mehr Information enthalten. Also um Gottes willen keinen Eiertanz um einfache Vokabeln, nur damit ja kein Wort wiederholt wird!
  • Ab ca. 9. Klasse (GY): Gibt es ab und zu komplexere Satzstrukturen? Dazu gehören:
    • Wechsel von verbalen (because it is cold) und nominalen (because of the cold) Phrasen
    • Partizipialkonstruktionen
      • “As he walks down the street, he sees a man.” -> “Walking down the street, …”
    • zweiteilige Konnektoren (either … or, neither … nor, both … and …, not only … but)
    • Hervorhebungen, z.B. durch Inversion nach negatives:
      • Not only did he win the championship, he even …

SCHRITT 12: Festhalten der Fehler. Die Schülerin legt nun eine “Fehlerliste” an, auf der sie Probleme aus ihrem Text aufschreibt, um sie in der Zukunft zu vermeiden. Diese Liste sollte bei der Korrektur zukünftiger Texte immer hinzugenommen werden.

Wenn man keine Zeit für alle zwölf Schritte hat oder etwas Abwechslung möchte, kann man natürlich immer auch Aufgaben zu einem Einzelschritt machen. Ein paar Ideen:

  • viele Modellaufsätze lesen und ihre Struktur untersuchen; nützliche Phrasen und grammatische Konstruktionen sammeln
  • Brainstormings – Ideen zu verschiedenen Themen sammeln und sinnvoll anordnen
  • Redemittel im Internet recherchieren, auf einer Liste festhalten, zuordnen, übersetzen …
  • Fehlersuche: Sätze mit grammatischen oder lexikalischen Fehlern untersuchen
  • selber Texte anderer Schüler (stilistisch, inhaltlich, strukturell) verbessern
  • viele verschiedene Arbeitsaufträge übersetzen und analysieren; eine Outline für eine mögliche Antwort anfertigen; von fertig geschriebenem Aufsatz die Fragestellung ableiten; “Thema verfehlt”-Aufsätze untersuchen
  • einmal ganz bewusst einen furchtbar schlechten Aufsatz schreiben und anschließend verbessern
  • Einsetzübungen zu Konnektoren und link words
  • Arbeit mit dem Wörterbuch trainieren

Noch ein letzer Tipp: Eine tolle Möglichkeit, auch ohne Lehrer das freie Schreiben zu trainieren, ist die Webseite lang-8.com. Hier tauschen Muttersprachler verschiedener Sprachen Korrekturen aus. Man schreibt einfach einen Text zu einem beliebigen Thema und erhält gewöhnlich innerhalb einiger Stunde eine Korrektur.

Spiele für den Sprachunterricht VII: Quiz-Formen

Ich habe mich in den letzten Tagen in die Spiele-Sammelei etwas hineingesteigert, aber es gibt einfach so viele vielversprechende Kandidaten, die noch aufgeführt werden sollen. Heute mal eine etwas andere Kategorie: Es geht darum, wie man mit den Schülern auf möglichst abwechslungsreiche Art ein Vokabel”abfrage” gestalten kann. Bei diesen Spielen wird also ein beliebiger Wissensinhalt in Spielform verpackt.

1. Wer wird Millionär: Ratespiel mit vier Möglichkeiten

Es spielen beliebig viele Gruppen gegeneinander. Die “Kandidaten” kommen nach vorne und erhalten vier Karten in verschiedenen Farben mit den Buchstaben A-D darauf. Nun stellt der Lehrer eine Frage mit den Auswahlmöglichkeiten. Bevor sie ihre Stimme abgeben, dürfen die Kandidaten sich entscheiden, ob sie ihre Gruppe befragen wollen (Publikumsjoker), eine einzelne Person fragen (Telefonjoker) oder sich zwei Möglichkeiten durchstreichen lassen. Dann zeigen die Kandidaten gleichzeitig ihre Antworten.

In den nächsten Runde sitzt ein anderer “Kandidat” vorne, damit sich die Verantwortung auch gleich verteilt. Die Gruppe, die am Ende die meisten Fragen richtig beantwortet hat, gewinnt.

2. Vokabel-Fußball

Der Lehrer zeichnet ein Fußballfeld an die Tafel. Als Ball wird ein Magnet in den Mittelkreis gesetzt. Es bilden sich nun zwei “Mannschaften”. Wenn Mannschaft 1 eine Frage richtig beantwortet, bewegt sich der Magnet näher ans gegnerische Tor. Nach einer festgelegten Zahl richtiger Antworten hintereinander ist der Ball im Netz. Wenn eine falsche Antwort gegeben wird, ist die andere Mannschaft an der Reihe. Am Ende gewinnt das Team mit den meisten Toren.

Vokabel-Fußball

3. Noughts and Crosses / Tic Tac Toe

Der Lehrer zeichnet ein Tic Tac Toe-Feld (Raster mit 3×3 Feldern) an die Tafel. Die zwei Teams (Kreuz und Kreis) können sich nun aussuchen, in welches Feld sie ihr Zeichen setzen möchten. Wenn sie die Frage korrekt beantworten, zeichnet der Lehrer es ein; ansonsten müssen sie es in der nächsten Runde noch einmal versuchen. Wer als erster drei in einer Reihe hat, gewinnt.

Für ein etwas längeres Spiel kann man natürlich auch 4×4 Felder nehmen.

Spiele für den Sprachunterricht V: Vermischte Spiele

1. Simon says: Imperativ und Basisvokabular lernen 
Niveau: ab 5. Klasse, eher für jüngere Schüler
Vorbereitung: Sätze ausdenken
Übt: den Imperativ, Aufmerksamkeit, Hörverstehen, Basisvokabeln 

Der Spielleiter gibt Befehle, z.B. “Simon says open your books”, “Simon says raise your left hand”, “Simon says get up”, die die Schüler befolgen müssen. Lässt er das “Simon says” weg, so darf der Befehl nicht befolgt werden. Wer einen Fehler macht (falsche Hand hochgehoben, reagiert, obwohl das “Simon says” gefehlt hat), scheidet aus.

Man kann das Spiel mit Sonderregeln interessanter machen, indem man z.B. einzelne Wörter buchstabiert (“s – t – a – n – d on your chair”) statt sie nur zu sagen.

2. Kim’s Game – sich Gegenstände einprägen 
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: Gegenstände mitbringen
Übt: Vokabeln

Der Lehrer bringt eine Reihe von Gegenständen mit (ca. 20 – z.B. pencil, eraser, exercise book …) und schreibt die englischen Begriffe an der Tafel an. Die Schüler haben nun Zeit (ca. 4 Min.) sich die Gegenstände anzusehen und einzuprägen. Danach werden die Gegenstände zugedeckt, und die Schüler schreiben die Wörter auf, an die sie sich noch erinnern. Wer die meisten zusammenbekommt, gewinnt.

3. I Packed My Bag … / Kofferpacken
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: Vokabeln, grammatische Konstruktionen, freies Sprechen …

Gut geeignet, um grammatische Konstruktionen und Vokabeln zu üben. Der erste Spieler beginnt: “I packed my bag and in it I put … a candy bar.” Der zweite wiederholt diesen Satz und fügt ein weiteres Objekt hinzu: “I packed my bag and in it I put a candy bar and a banana.” Der dritte: “I packed my bag and in it I put a candy bar, a banana and a T-shirt.” Wer nicht mehr alle Objekte zusammenbekommt, scheidet aus.

Damit lassen sich natürlich auch andere grammatische Strukturen üben: “I’m going to fly to New York and I’m going to take a … with me.” “If I travelled to France, I would take …” “If I had travelled to Rome, I would have taken …”

Um das Spiel spannender und weniger langatmig zu machen, kann man die Klasse in zwei Teams einteilen. Der Lehrer gibt nun einen Satz vor (z.B. “If I were rich …) und wählt einen Schüler, der ihn vervollständigen muss:

David: “If I were rich, I’d travel the world.”

Danach nimmt der Lehrer willkürlich einen beliebigen anderen Schüler dran, der Satz des ersten Schülers wiederholt und seinen eigenen hinzufügt:

Michael: “If David were rich, he would travel the world. If I were rich, I would buy a boat.”

So geht es weiter. Jeder erfolgreiche Schüler verdient einen Punkt für die Gruppe. Beim ersten Fehler kommt dann die zweite Gruppe mit einem neuen Satz an die Reihe.

Man kann natürlich auch ganz ohne Vorlagen eine Geschichte erzählen lassen, bei der jeder Schüler einen weiteren Satz ergänzen muss.

4. Are You the Real George Washington?

Gut, um Wissen über Personen zu wiederholen. Drei Schüler versuchen, die anderen davon zu überzeugen, dass sie der “richtige” George Washington / William Shakespeare / Charakter aus einem Buch … sind. Dazu müssen sie Fragen beantworten, die ihnen die anderen Kursteilnehmer stellen (z.B. “When were you born?”). Am Schluss entscheiden die Schüler, welcher George Washington sie am meisten überzeugt hat.

Spiele im Sprachunterricht IV: Schreibspiele

1. Was bedeutet dieses Wort?
Niveau: ab ca. 9. Klasse
Vorbereitung: Karten mit exotischen Begriffen und Erklärungen dazu
Übt: Schreiben

Dieses Spiel gibt es wirklich und hat einen Namen, aber ich kann mich partout nicht erinnern, welchen. Jede Spielgruppe bekommt einen Stapel Karten. Ein Spieler zieht die erste Karte und liest den darauf stehenden Begriff (nicht die Erklärung) vor. Danach schreibt er die Erklärung noch einmal mit eigenen Worten ab. Die anderen Schüler überlegen sich währenddessen eine überzeugende Geschichte, was das Wort bedeuten könnte, und bringen sie zu Papier. Jetzt mischt der Spielleiter die Karten und liest sie nacheinander vor. Jeder Spieler entscheidet, welche Erklärung er für die richtige hält. Einen Punkt bekommt nun jeder, der die richtige Erklärung erkannt hat, und jeder, dessen erfundene Erklärung von einem anderen erraten wurde (das heißt, man kann pro Runde maximal zwei Punkte bekommen). Ein Beispiel:

Auf der Karte steht z.B. “Taipan” (eine Giftschlange).

Die richtige Erklärung wäre also z.B. “A highly venomous snake that lives in Australia”.

Die anderen Spieler könnten z.B. vermuten: “An Asian dish containing mushrooms and sea weed”, “a medieval sport played on horses”, etc.

2. Keep the story going: Eine Geschichte weiterschreiben.

Niveau: Ab 7. Klasse
Material: Keins, ggf. Anfänge von Geschichten
Übt: kreatives Schreiben; ggf. bestimmte Redemittel, Vokabeln, Grammatik

Ein Schüler erhält den Anfang einer Geschichte (oder denkt ihn sich selber aus). Er schreibt dann die Geschichte weiter, ohne dass die anderen seinen Text lesen können (ca. 3-5 Sätze). Als nächstes wird der erste Teil abgeknickt und das Blatt an den nächsten Spieler weitergereicht, der nur noch den zweiten Abschnitt sieht. Daran muss er nun anschließen. Am Schluss wird das (wahrscheinlich sehr lustige und konfuse) Resultat vorgelesen.

Es macht Sinn, den Spielern spannende “Anfänge” zu geben, um die Textproduktion anzuregen – z.B. von einer “creepy pasta” aus dem Internet.

3. New Comics – Sprechblasen in einem Comic selbst füllen 

Man gebe den Schülern zuerst eine beliebige Szene aus einem Comic zu lesen. Nach dem Lesen bekommen sie denselben Text noch einmal – diesmal sind allerdings alle Sprech- und Gedankenblasen leer und müssen von den Schülern selbst (auf witzige Weise) gefüllt werden.

Spiele im Sprachunterricht III: Freies Sprechen üben

1. Tabu: Wörter erklären

Der Klassiker, auf den ich hier nicht weiter eingehen möchte, da ich Tabu schon einmal vorgestellt habe. Hier noch ein Set mit sehr einfachen Tabu-Karten ab der sechsten Klasse: PDF.

2. Guess Who / Guess What: Personen oder Dinge beschreiben (PDF)
Niveau: Ab 5. Klasse
Vorbereitung: Arbeitsblätter mit möglichst witzigen Bildern von Personen, Dingen, kleinen Monstern … mitbringen 
Übt: Vokabeln (z.B. Körperteile), Redemittel, Fragen stellen, freies Sprechen
Zeit: 5-10 Minuten

Die Schüler erhalten identische Blätter mit Bildern verschiedener Personen oder Dinge darauf. Ein Schüler sucht sich ein Bild aus. Sein Partner muss mit möglichst wenigen Fragen herausfinden, um wen oder was es sich handelt. Hier ein Beispiel für ein Arbeitsblatt mit Personen:

“Is it a man / a woman?” – “Yes, it is. / No, it isn’t.”
“Does she wear glasses?” – “Yes, she does. / No, she doesn’t.”
“Does she have brown hair?”

Der Spieler, der am Ende insgesamt die wenigsten Fragen “verbraucht” hat, gewinnt. Wer eine falsche Person nennt, bekommt einen Punkt Abzug.

Ein paar Ideen, welche Vokabeln sich mit diesem Spieltyp üben lassen:
a) Aussehen von Personen: Einfach Fotos von Menschen mit verschiedenem Aussehen auf das Blatt drucken.
b) Körperteile: Bilder von kleinen “Monstern” oder “Aliens” im Internet suchen, die eine unterschiedliche Anzahl von Augen, Armen, Ohren … haben.
c) Landeskunde und Geschichte: Im Netz habe ich neulich einen Vorschlag für ein “Guess Who” mit US-Präsidenten gesehen – auch eine interessante Variante.

3. Market Trader – Verbindung zwischen Gegenständen erraten 
Niveau: ab 6. Klasse
Vorbereitung: Keine
Übt: Konstruktion I can …, Wortschatz

Ein Schüler denkt sich eine Gruppe von Gegenständen aus, z.B.
– Gegenstände, die sich im Raum befinden,
– Gegenstände, die mit einem bestimmten Buchstaben beginnen,
– Gegenstände, die Strom zum Funktionieren brauchen …

Sein Spielpartner muss nun Fragen stellen, um herauszufinden, welche Gruppen von Gegenständen er verkauft.

Player 1: I’m a market trader and I can sell guitars.
Player 2: Yes, you can. / No, you can’t.

Das erste Set kann man vorgeben, um das Spiel etwas einfacher zu machen: “You can sell laptops, flashlights and hairdryers.”

4. BLIP – Tätigkeiten erraten 
Niveau: ab 6. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: freies Sprechen

Ein Spieler denkt sich eine Tätigkeit aus (z.B. “swim”, “drive”, “fly”). Die anderen müssen nun mit Fragen herausfinden, um welche Tätigkeit es sich handelt. Dabei werden die Verben durch “blip” ersetzt. Beispiel:

Where / why / when / how do you usually blip?
Can you blip?
What do you need to blip?
Is it easy to blip?

5. What’s in the box? – Gegenstände erraten 
Niveau: ab 7. Klasse
Vorbereitung: Kisten mit kleinen Gegenständen besorgen
Übt: freies Sprechen, Vokabeln (Eigenschaften v. Gegenständen)

Jeder Schüler bekommt kleine Schachteln (z.B. große Streichholzschachtel) mit Gegenständen darin (ein Knopf, eine Münze, ein Radiergummi …). Nun müssen die anderen Gruppenmitglieder durch Fragen herausfinden, was sich in der Schachtel befindet (“Is it round? Is it made of metal? Do you use it at school?”).

6. Who am I? – Personenraten 
Niveau: ab 8. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: freies Sprechen, Fragen stellen

Die Schüler schreiben für ihren Sitznachbarn kleine Zettelchen mit den Namen berühmter Personen darauf, gerne auch Buch- oder Filmcharaktere (“Harry Potter”). Der Sitznachbar darf sein Schildchen nicht sehen. Nun muss er mit Ja-Nein-Fragen herausfinden, wer er ist. (“Am I a woman / a man / a girl …? Am I a character from a book?”).

7. Situation Puzzle – Black Stories / Laterale
Niveau: Oberstufe 
Vorbereitung: Karten mit “Black Stories” (zahlreiche Situation Puzzles oder Laterale finden sich im Internet) ausdrucken 
Übt: freies Sprechen, Fragen stellen

Die Schüler erhalten Karten, auf denen eine seltsame Situation – meist ein Todesfall – beschrieben ist. Mit Ja-Nein-Fragen müssen sie herausfinden, was passiert ist. (Für eine genauere Erklärung siehe Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Situation_puzzle).

8. Storytime – Erzählspiele (PDF mit Bilder-Spielkärtchen)
Niveau: mit unterschiedlichen Karten ab 5. Klasse
Vorbereitung: Karten mit Verben, Personen, Dingen und Orten darauf; wahlweise Bilder
Übt: freies Sprechen; ggf. bestimmte Grammatikthemen (simple past, participle constructions …); Vokabeln

Auf dem Tisch werden Karten mit Verben (“come”, “go”, “disappear” …), Personen (“the king”, “the beautiful maiden”, “the witch”), Dingen (“the magic wand”, “the cauldron”) und Orten (“the castle”, “the dark forest”, “the river”) ausgebreitet. Nun wird reihum eine Geschichte erzählt. Jeder Sprecher hat eine festgesetzte Zeit (z.B. eine Minute), um so viele der ausgebreiteten Wörter sinnvoll zu verwenden, wie er kann. Wenn er ein Wort gebraucht hat, darf er sich die Karte nehmen. Wer am Ende die meisten Karten gesammelt hat, gewinnt.

Dieses Spiel kann man zu vielen verschiedenen Themen spielen, um Vokabeln oder Grammatik einzuüben. Um z.B. Präpositionen zu trainieren, kann man auf Orts- und Zeitkarten ganze Phrasen schreiben: “at the beach”, “after school”, “in the morning”, “to Grandma’s house”.

9. Guess my sentence / Sätze raten
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: Karten mit Fragen oder Sätzen mitbringen
Übt: Vokabeln, Redemittel verwenden, Grammatikthemen, freies Sprechen

Die Schüler bekommen Karten mit Fragen oder Sätzen darauf. Auf diese Sätze müssen sie reagieren, allerdings ohne die Begriffe aus dem Satz selbst zu verwenden. Die Mitspieler müssen nun erraten, was der ursprüngliche Satz war. Einige Möglichkeiten:

  • Guess the question: Auf der Karte steht eine einfache Frage, z.B. “Where is Ken playing football?” Der Spieler, der die Karte gezogen hat, gibt eine passende Antwort mit möglichst vielen Bestandteilen darin. “Ken is playing football in the garden.” Die anderen probieren nun alle möglichen Fragen aus (“Who is playing football?” “What is Ken doing?”), bis sie die richtige gefunden haben.
  • Advice Game: Auf den Karten stehen Probleme (“My roommate never does the dishes”), der Schüler gibt dazu passende Ratschläge, bis die anderen wissen, worum es geht. (“You should talk to him about it. Tell him that you share a flat and that he has to do some household work, too. You could give him one plate, one spoon, one fork and one knife and only let him use these so he has to clean them right after he eats.”)
  • If-Clause Game: Auf den Karten steht der erste Teil eines if-Satzes (“If I won the lottery …”, “If cats were as big as horses …”). Der Schüler vervollständigt den Satz auf verschiedene Weise (“I would travel the world and stay in expensive hotels.” / “You couldn’t keep them in your house anymore.”), bis die anderen die erste Hälfte korrekt (mit der richtigen Zeitform) rekonstruieren.

9a. What seems to be the problem?
Niveau: sehr anspruchsvoll, frühestens ab 10. Klasse
Vorbereitung: Karten mit Problemen mitbringen 
Übt: freies Sprechen, ggf. Redemittel

Eine komplexe Variation zu “Guess my sentence”, bei der auch ein wenig Rollenspiel eingemischt ist. Die Schüler erhalten Karten mit (am besten absurd-witzigen) Problemen und Personen darauf. Zum Beispiel:

Person A: A college student.
Person B: Her roommate.

The problem: The roommate was supposed to look after her friend’s hamster while she was on holiday. However, the hamster accidentally climbed into the laundry basket and ended up in the washing machine. Now the college student returns and finds out.

Zwei Spieler müssen nun spontan einen Dialog zur Situation improvisieren, ohne die fett gedruckten Begriffe zu verwenden. Die anderen Spieler in der Gruppe müssen erraten, um welche Situation und welches Problem es sich handelt.

10. The Dialogue Game
Niveau: Sehr anspruchsvoll, frühestens ab 10. Klasse 
Vorbereitung: Karten mit Sätzen mitbringen 
Übt: freies Sprechen, Strategien der Gesprächsführung

Die Schüler erhalten Karten, auf denen Sätze stehen (z.B. “Crocodiles are dangerous animals”). Ein weiterer Stapel enthält einen Gesprächsanfang, der offen hingelegt wird (z.B. “Did you watch the football match between Germany and England last night?”). Mit diesem Anfangssatz beginnen die Schüler eine Konversation mit einem Partner. Beide Schüler müssen nun versuchen, das Gespräch so zu lenken, dass sie ihren Satz logisch darin unterbringen können.

11. Who did it? A Murder Mystery
Niveau: ab 10. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: freies Sprechen
Zeit: 45 Min.

Ich habe dieses Spiel noch nicht selbst gespielt, aber die Idee klingt so interessant, dass ich sie hier einmal vorstellen wollte.

Der Lehrer verkündet zu Anfang den Schülern, dass ein Verbrechen begangen worden sei (welches Verbrechen, ist eigentlich egal – sagen wir, ein Bankraub). Der Kurs wird nun in Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe wird zu den Verdächtigen ernannt. Der Lehrer sagt ihnen, was ihr Alibi ist: Sie waren z.B. im Kino. Die Verdächtigen überlegen sich nun möglichst genau, wie sie den Abend (angeblich) verbracht haben wollen. Unterdessen überlegen sich die anderen Gruppen, welche Fragen man ihnen stellen könnte, um das Alibi ins Wanken zu bringen (z.B. “Which food and drinks did you order?”). Danach werden die Verdächtigen einzeln zur Befragung ins Klassenzimmer gerufen. Wenn die anderen Kursteilnehmer auf Unstimmigkeiten stoßen, wandern die Verdächtigen ins Gefängnis. Wenn ihre Versionen exakt übereinstimmen, haben sie das Spiel gewonnen.

12. Mystery box
Niveau: beliebig (je nach Adaption)
Übt: freies Sprechen
Zeit: 10-15 Min.

Auch ein toller Unterrichtseinstieg. Der Lehrer bringt eine Kiste mit Gegenständen zu einem bestimmten Thema in den Unterricht. Ein Beispiel für eine “Thanksgiving-Box” könnte z.B. einen kleinen Kürbis, Maiskolben und einen Plüsch-Truthahn enthalten. Nun müssen die Schüler die Gegenstände betasten (nicht sehen!) und besprechen, was es wohl sein könnte. Danach überlegen sie, was das Gesamtthema der Box ist.

13. Teamwork
Niveau: Ab 8. Klasse 
Übt: freies Sprechen, Vokabeln 
Zeit: beliebig

Wie bei Tabu müssen die Spieler hier Begriffe erklären und raten. Es ist jedoch etwas komplizierter: Zwei Spieler erklären einen Begriff gemeinsam, indem sie abwechselnd ein Wort sagen. Sie dürfen sich natürlich nicht vorher absprechen und insgesamt höchstens zehn Begriffe verwenden. Ein Beispiel für das word “basket”:

Player A: Dogs
Player B: and
Player A: cats
Player B: sleep
Player A: in
Player B: it.

Spiele im Sprachunterricht II: Buchstabieren und Zählen üben

Mit den folgenden Spielen kann man im Englischunterricht die Zahlen und das Alphabet trainieren.

Hangman

1. Galgenmännchen / Hangman: Buchstabieren
Niveau: ab 5. Klasse 
Vorbereitung: keine
Übt: Buchstabieren, Vokabeln

Bis vor Kurzem habe ich Hangman für ein reines Zeitverschwendungs-Spiel ohne viel Lerneffekt gehalten – bis ich feststellen musste, dass sogar manche älteren Schüler sich nicht so sicher sind, wie “y”, “w”, “h” “e” und “i” doch gleich ausgesprochen werden. Praktisch an Hangman ist, dass die Regeln normalerweise jedem bekannt sind und das Spiel keine Vorbereitung braucht und auch in den letzten “fünf Minuten” (wenn der Unterrichtsentwurf zeitlich nicht ganz hingehauen hat) einmal spontan gespielt werden kann. Mit aktuellen Vokabeln aus dem Buch ist der Lerneffekt noch größer.

So geht’s: Eine Schülerin denkt sich ein Wort aus und zeichnet Striche für die Buchstabenzahl (z.B. __ __ __ für cat) an die Tafel. Die anderen dürfen nun Buchstaben nennen, die dann an der entsprechenden Stelle eingetragen werden (“Is there an ‘A’ in the word?” – __ A __”). Nach einer festgelegten Anzahl von Fehlversuchen gilt das Spiel als verloren.

2. Spelling Race: Buchstabieren
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: Buchstabieren

Der Lehrer nennt ein Wort (“cake”). Der erste Schüler muss es korrekt buchstabieren (“c-a-k-e”). Der Schüler neben ihm nennt nun ein Wort, das mit dem Endbuchstaben des ersten Wortes beginnt (“elephant”). Der nächste in der Reihe muss nun dieses Wort buchstabieren, und so weiter. Wer einen Fehler beim Buchstabieren macht oder kein Wort weiß, scheidet aus.

3. Secret Word Riddles / Das geheime Wort 
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: Wortlisten mit Rätseln oder Bildern
Übt: Vokabeln, Buchstabieren

Der Lehrer gibt eine verschleierte Erklärung für ein Wort ab oder zeigt ein Bild, das nicht hundert Prozent eindeutig ist. Der erste Schüler, der meint, das Wort zu kennen, steht auf. Er muss dann den ersten Buchstaben nennen, der (sofern er richtig ist) an die Tafel geschrieben wird. Daraufhin wird wahrscheinlich schon der nächste aufstehen, der dann den zweiten Buchstaben nennt, usw. Wenn ein Buchstabe falsch war, muss man sich wieder setzen.

4. Spelling bee 
Niveau: ab 5. Klasse 
Vorbereitung: keine 
Übt: Vokabeln, Buchstabieren

Die Schüler stellen sich in zwei oder mehr Schlangen auf. Der Lehrer gibt den Schülern in der ersten Reihe nun nacheinander ein Wort zu buchstabieren. Wer es richtig buchstabiert, darf ans Ende der eigenen Schlange gehen; wer einen Fehler macht, muss sich setzen. Die Schlange, die am Ende noch am längsten ist, hat gewonnen.

4. Seven-Up: Zählen üben
Niveau: ab 5. Klasse
Vorbereitung: keine
Übt: Zahlen

Die Schüler stehen auf und zählen reihum. Klingt einfach? Alle Zahlen, die eine 7 enthalten (7, 17, 27, …) oder durch 7 teilbar sind (14, 21, 28, 35 …) müssen durch “blopp” ersetzt werden. Wer eine Zahl nicht weiß oder das “blopp” vergisst, scheidet aus und muss sich setzen.

Variationen:

  • Wie wir alle wissen, sind Jahreszahlen auch älteren Schülern verhasst. Hier kann man mit größeren Zahlen beginnen (1487). Statt alles durch sieben teilen zu lassen, kann man hier als Regel einsetzen, dass alle Zahlen, die sieben oder eine Schnapszahl enthalten, durch “blopp” ersetzt werden müssen.

5. Excuse Me, Are You John Miller?
Niveau: je nach Adaption des Spiels ab 5. Klasse, aber wegen der Hintergrundstory und komplexen Redemitteln auch gut für ältere Lerner (Business-Englisch-Kurse) geeignet. Man kann es auch in neu zusammengewürfelten Erwachsenenkursen als Eisbrecher einsetzen, um die Namen der Teilnehmer lernen zu lassen.
Vorbereitung: Kärtchen mit Namen und Telefonnummern
Übt: Sprechakte, Zahlen, Teamarbeit

Zuallererst wird die Klasse in zwei Gruppen mit mindestens zehn Spielern geteilt; die Gruppen werden “markiert” (halten sich immer in derselben Raumhälfte auf oder tragen blaue / rote Partyhütchen). Nun wird in jeder Gruppen ein Kartenset verteilt. Jeder Schüler enthält eine Karte nach dem folgenden Muster:

Your name: Matthew Smith
Your phone number: 0123456789

You’ve got a new job. Your boss says that you have to organize a work group, but you don’t know your colleagues’ names yet. Find these people and ask them for their numbers:

Sally Parker: _______________________
Sebastian Smith: _______________________
Karen Philipps: _____________________
Luise Thatcher: _______________________

Beide Gruppen müssen nun daran arbeiten, dass alle Gruppenmitglieder möglichst schnell ihren Zettel gefüllt bekommen. Dazu verwenden sie solche Dialoge:

PLAYER 1: Excuse me, please. My name is Matthew Smith. Are you Sally Parker?
PLAYER 2: No, I’m not. I’m Jacob Walker.
PLAYER 1: Oh, I’m sorry. Goodbye, Mr Walker!

PLAYER 3: Excuse me, please. My name is Sally Parker. Are you Jacob Walker?
PLAYER 1: No, I’m not. My name is Matthew Smith. But I know Jacob Walker. He’s over there. (deutet auf den Spieler “Jacob Walker”)
PLAYER 3: Thank you! Goodbye, Mr Smith!

PLAYER 3: Excuse me, please. My name is Sally Parker. Are you Jacob Walker?
PLAYER 2: Yes, I am.
PLAYER 3: Could you give me your phone number, please?
PLAYER 2: Of course. It’s 9-8-7-6-5-4-3-2-1.
PLAYER 3: Thank you! Goodbye, Mr Walker!

Die Spieler müssen also einerseits versuchen, ihre eigenen Karten zu füllen. Andererseits müssen sie sich die Namen der anderen Spieler merken, damit das ganze Team seine Zettel so schnell wie möglich füllen kann.

6. Zahlen-Quartett
Niveau: je nach Ausführung – beliebig 
Vorbereitung: Quartettspiel besorgen 
Zeitaufwand: 10-15 Minuten

Das beliebte Quartettspiel kennen sicher alle: Man hat Karten mit verschiedenen Zahlenangaben darauf. Zwei Spieler treten gegeneinander an: Wer im ausgewählten Bereich die höhere Zahl hat, bekommt die Karte. Ziel des Spiels ist es, vier Karten aus derselben Kategorie zu sammeln.

Perfekt, um die Aussprache von Zahlen zu üben, und mit selbstgebastelten Karten (zugegeben nicht wenig Arbeit) kann man gleich auch etwas Landeskunde, Vokabeln und interessante Fakten mitlernen.

Wer es schnell haben will, kann einfach ein beliebiges (englischsprachiges) Quartettspiel nehmen – zu Autos, Dinosauriern, etc.

Mit ein wenig Einfallreichstum und Fleiß lässt sich so ein Spiel jedoch für fast jedes Thema herstellen. Nehmen wir zum Beispiel “food”: Hier könnten wir die Kategorien “calories per gramm”, “kilos consumed per year”, “fat content” … etc. verwenden und nach Gruppen wie “fruit”, “vegetables” und “meat” suchen lassen.

Landeskundethemen wären z.B. “English-speaking countries” (number of citizens, average age of citizens, national output, literacy rate …) oder “animals of Australia” (weight, population, deadliness …).

7. Unscrambled Eggs

Man nehme …
– die gelben Plastikbehälter aus Ü-Eiern (oder beliebige Behälter, es ist nur wegen des Wortwitzes lustig, wenn es Eier sind)
– Buchstabenplättchen (z.B. aus Scrabble – oder einfach Buchstaben auf Pappe schreiben und ausschneiden)

… und sortiere die Schüler in Gruppen. Jede Gruppe enthält eine beliebige Anzahl von Eiern. Jedes Ei enthält Buchstabenplättchen. Diese lassen sich zu je einem Wort zusammensetzen, das vor Kurzem gelernt wurde und zu einem bestimmten Themenfeld gehört (z.B. Wortfeld “politics”: g-o-v-e-r-n-m-e-n-t, e-l-e-c-t-i-o-n, p-r-e-s-i-d-e-n-t). Das Team, das als erstes all seine Eier “unscrambled” hat, gewinnt.

Future tenses: will-future, going-to-future, present progressive, simple present

Im Englischen verwendet man verschiedene Zeiten, um über die Zukunft zu sprechen – je nach dem, was man ausdrücken möchte. In diesem Post wollen wir uns einmal alle wichtigen Zeiten ansehen.

Arbeitsblätter und Übungen zu den Zeiten findet ihr auf der Grammatik-Seite.

1. Vier Möglichkeiten, über Zukünftiges zu sprechen

Das will-future
I will go. I won’t go. Will I go?
für Vermutungen, Hoffnungen/Befürchtungen, Dinge, auf die man keinen Einfluss hat, spontane Entscheidungen.

He is afraid that his parents will split up. (Er befürchtet es, aber es gibt noch keinen Plan.)

SIGNALWÖRTER: be afraid, hope, think, guess, probably, maybe …

Das going-to-future
I’m going to go. I’m not going to go. Am I going to go?
Für Pläne und für Ereignisse, die man schon absehen kann.

His parents are going to split up. (= Die Scheidung ist schon geplant.)

Look at the clouds. It’s going to rain. (= Die Wolken sind ein sicheres Anzeichen für den Regen.)

Das present progressive
I’m going. I’m not going. Am I going?
Für feste Pläne mit Zeitangabe.

We’re meeting at the cinema tomorrow.

SIGNALWÖRTER: Zeitangaben (tomorrow, next Sunday, this afternoon, at 8 o’clock)

Das simple present (“timetable future”)
I go. I don’t go. Do I go?
Für Zeit-, Abfahrts- und Stundenpläne.

The train leaves at 9.30.

The meeting starts at 5.

SIGNALWÖRTER: alles, was Abfahrts- oder Ablaufpläne hat (trains, buses, planes, conferences, meetings, parties, classes …), Verben, die einen Ablauf signalisieren (start, end, stop, leave, arrive …)

Häufige Schwierigkeiten bei der Verwendung der future tenses

1. Zu viel simple present und will-future

Deutsche Muttersprachler neigen gerne dazu, zwei Zeiten zu oft zu verwenden, weil die Verwendung der im Deutschen gleicht: das simple present und das will-future.

EXAMPLE 1 Ich gehe morgen ins Kino. -> I go to the cinema tomorrow.

Das geht gar nicht: Das simple present kann man in der Zukunft nur für Zeit-, Stunden- oder Fahrpläne verwenden. Hier wären Möglichkeiten:
I’m going to go / I’m going to the cinema tomorrow. 
-> Der Gang zum Kino ist geplant und schon vereinbart.
I’ll go to the cinema tomorrow. 
-> Ich habe mich spontan entschieden, morgen ins Kino zu gehen, oder ich bin mir noch nicht sicher, ob ich wirklich gehe.

EXAMPLE 2 Er wird morgen um halb zehn zum Bewerbungsgespräch gehen. -> He will go to a job interview at half past nine tomorrow. 

Nun, natürlich könnte man in diesem Satz das will-future verwenden. Es würde aber hier ausdrücken, dass er z.B. seinen Gang zum Bewerbungsgespräch nicht beeinflussen kann (der Wind treibt ihn vor sich her in die Arme des Chefs) oder dass es nur eine vage Vermutung meinerseits ist – “Ich denke mal, er geht vielleicht morgen um halb zehn dahin”. Die genaue Zeitangabe legt jedoch nahe, dass das Gespräch geplant und fest vereinbart ist. Deshalb fährt man hier mit going to-future oder present progressive gut:
He is going to go / He is going to a job interview tomorrow. 

2. Was ist der Unterschied zwischen present progressive und going-to-future?

Beide werden für Pläne gebraucht – woher weiß ich dann, was ich wann verwenden muss?

a) Beim present progressive muss eine Zeitangabe stehen – sonst weiß man nicht, ob gerade über die Gegenwart oder die Zukunft gesprochen wird:

I’m going to go to the cinema (tomorrow). 
-> tomorrow kann, muss aber nicht verwendet werden.

I’m going to the cinema tomorrow. 
-> tomorrow muss hier stehen.

b) Das going-to-future wird auch verwendet, wenn man ein zukünftiges Ereignis schon aus Anzeichen ablesen kann:

Look at the clouds – it’s going to rain soon! 

NICHT: Look at the clouds – it’s raining soon!

2. Future perfect und future progressive

Das future perfect bildet man mit will + have + past participle (3. Spalte / -ed-Form). Es drückt aus, dass etwas in der Zukunft bereits abgeschlossen ist.

By tomorrow, we will have finished the project. 
Morgen werden wir das Projekt beendet haben. 

Das future progressive bildet man mit will + be + ing-Form. Es drückt aus, dass eine Handlung zu einem Zeitpunkt in der Zukunft gerade ablaufen wird.

This time tomorrow, I’ll be writing a test. 
Morgen um diese Zeit werde ich gerade einen Test schreiben.