Das simple past

Arbeitsblatt

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Liste Unregelmäßiger Verben

[1] Regelmäßige Bildung des simple past

Um das simple past zu bilden, hängt man ein -ed an den Infinitiv an:

SubjektVerb + edErgänzung
Susanplayedfootball.
Die regelmäßige Bildung des simple present

Die Aussprache des -ed hängt dabei von dem vorhergehenden Laut n ab:

AusspracheNach …Beispiele
/t/nach unbetontem Lautworked, shopped
/d/nach betontem Lautlistened, played
/id/nach t und dlifted, needed
Aussprache des -ed

[2] Rechtschreibregeln beim Anhängen von -ed

RegelBeispiel
1. Nach einem -e hängt man nur noch -d anto smile -> smiled
2. Ein Konsonant nach einem kurzen1, betonten2 Vokal wird verdoppeltto clap -> clapped
3. British English: “l” am Wortende wird immer verdoppeltto travel -> travelled
4. Ein -y nach einem Konsonanten3 wird zu -i-to try-> tried
Rechtschreibregeln beim Anhängen von -ed

1: Nicht nach langem Vokal: to leap -> leaped
2: Nicht nach unbetontem Vokal: to open -> opened
3: Nicht nach Vokal: to play -> played

[3] Positive Aussagesätze, verneinte Sätze und Fragen

FragewortHilfsverb didSubjektVerneinung VerbErgänzung
Susanplayedfootball.
Susandid not1playfootball.
WhydidSusan(not)playfootball?

1 Statt “did not” kann man auch “didn’t” sagen – auch bei Fragesätzen.

[3] Verwendung

Etwas geschah (zu einem bestimmten Zeitpunkt) in der Vergangenheit und ist jetzt abgeschlossen.

Signalwörter sind konkrete Zeitangaben wie yesterday, last Monday, in 1999 oder 15 years ago.

[4] Unregelmäßige Verben

Viele Verben haben eine unregelmäßige Form im simple past. Diese muss man auswendig lernen. Hier findet ihr eine Liste der unregelmäßigen Verben (PDF).

Das Verb “to be”

Zu diesem Thema gibt es folgende Arbeitsblätter:

– to be im simple present (PDF) (DOCX)
– to be im simple past (PDF) (DOCX)

[1] Gebrauch

Das unregelmäßige Verb to be (sein) wird sehr häufig genutzt. Es kann als eigenständiges Verb (Kopula mit Ergänzung) oder als Hilfsverb (d.h. zur Bildung einer anderen grammatischen Form) gebraucht werden.

Kopula + Ergänzung:I am a teacher.
Ich bin Lehrer/Lehrerin.
Hilfsverb:progressive tenses (be + ing-Form)She is writing.
Sie schreibt gerade.
passive (be + past participle)The church was built in 1888.
Die Kirche wurde 1888 gebaut.

[2] Formen

Personpresentpast
I
ich
am
bin
was
war
he / she / it
er / sie / es
is
ist
was
war
you / we / they
du (ihr, Sie) / wir / sie
are
bist / seid / sind
were
warst / wart / waren

Weitere Formen des Verbs to be:

  • Infinitiv: (to) be
  • Past participle: been
  • -ing-form: being

Die anderen Zeiten werden dann genau wie bei anderen Verben gebildet. Zum Beispiel:

Name der ZeitRegel zur BildungTo be in der Zeit
Present perfecthave/has + past participleI have been nice.
Ich bin nett gewesen.
Present progressiveam/is/are + present participleHe is being nice.1
Er verhält sich nett.
Will-futurewill + InfinitiveYou will be nice.
Du wirst nett sein.
Going-to-futuream/is/are + going to + InfinitivWe are going to be nice.
Du wirst nett sein.

1 to be wird normalerweise nicht in der progressive form verwendet. Wenn doch hat es die Bedeutung “sich momentan auf eine bestimmte Weise verhalten”.

[3] Bildung von Fragen

Um Fragen mit dem Verb to be zu bilden, vertauscht man Verb und Subjekt. Dies nennt man Inversion.

Aussagesatz:

SubjektVerbErgänzung
Peter
Peter
is
ist
singing.
dabei, zu singen.
You
Du
are
bist
from England.
aus England.
I
Ich
was
war
happy.
glücklich.

Frage:

ggf. FragewortVerbSubjektErgänzung
What
Was
is
ist
Peter
Peter
singing?
am Singen? (ugs.)
Are
Bist
you
du
from England?
aus England?
Why
Warum
was
war
I
ich
happy?
glücklich?

[4] Bildung von verneinten Aussagesätzen

To be verneint man einfach mit dem Wort not.

  • Peter is not singing.
  • Are you not from England?
  • Why was I not happy?

[5] Kurzformen

Das Verb to be kann mit den Pronomen (I, you, we…) oder mit dem Wort not zusammengezogen werden:

Form von to beKontraktion mit PronomenKontraktion mit not
I am (not)I’m (not)
he1 is (not)he’s (not)he isn’t
you are (not)you’re (not)you aren’t
I was (not)I wasn’t
they were (not)they weren’t

1 Hier könnte natürlich ebenso she oder it stehen – siehe Punkt [1] Formen: she’s not / it’s not / she isn’t / it isn’t

Der Plural im Englischen

Hier geht es zum Arbeitsblatt (nur einfachere Regeln): (PDF)

[1] Die Grundregel. Man bildet den Plural eines Wortes, indem man ein –s anhängt.

SingularPluralin German
one cattwo catseine Katze – zwei Katzen
one housea few housesein Haus – zwei Häuser

[2] Rechtschreibregeln. Bei der Rechtschreibung gibt es zwei Sonderregeln, die man beachten muss:

[2.1] Endung auf -y

BildungSingularPluralWeitere Beispiele
Konsonant +y -> iesponyponiesparty, worry
Vokal + y -> ys (regelmäßig)waywaysboy, guy

[2.2] Nach Zischlaut (s, z, sh, ch, x …) hängt man –es an:

BildungSingularPluralWeitere Beispiele
Zischlaut + esone brushtwo brusheskiss(es), beach(es), tax(es)

[3] Unregelmäßiger Plural. Ein paar unregelmäßige Wörter muss man auswendig lernen:

[3.1] Nach -o:

BildungSingularPluralWeitere Beispiele
regelmäßig:radioradioscello, kilo, photo
o -> oespotatopotatoesecho, hero, tomato, veto
o-> os/oesvolcanovolcanos/ volcanoesbuffalo, flamingo, mosquito, tornado

[3.2] Endung auf -f oder -fe (nicht bei -ff: sheriff -> sheriffs!)

BildungSg.PluralWeitere Beispiele
regelmäßig:roofroofsbelief, reef, safe
f -> veshalfhalvescalf, oaf, leaf, shelf, thief, wolf
fe -> vesknifekniveslife, wife
f -> fs/vesscarfscarfs/scarvesdwarf, hoof, wharf

[3.3] Ältere Arten der Pluralbildung, die heute noch erhalten geblieben sind:

BildungSingularPluralMehr Beispiele:
a -> emanmenwoman/women
oo -> eefootfeettooth/teeth, goose/geese
ou -> imousemicelouse/lice
+ enchildchildrenox/oxen, brother/brethren (veraltet)

[3.5] Singular und Plural identisch

Oft beiSingularPluralWeitere Beispiele
NationalitätenChineseChineseSwiss, English
Tierensheepsheepfish, deer, moose
Endung -craftaircraftaircraftspacecraft, watercraft

Fish wird auch mit regelmäßigem Plural gebraucht, wenn man über verschiedene Arten spricht: “The following fishes are great for aquariums: goldfish, guppies, and mollies.”

[3.6] Lateinische und griechische Pluralformen:

BildungSingularPluralMehr Beispiele
a -> aealgaalgaelarva, antenna
es -> esspeciesspeciesseries
is -> esanalysisanalysesaxis, crisis, diagnosis, thesis
ix -> ices, igesindex
sphinx
indices
sphinges
appendix, -ices
on -> aphenomenonphenomenacriterion
um -> abacteriumbacteriacurriculum, medium
us -> ifocusfocicactus, alumnus, radius

Oft gibt es hier verschiedene Schreibweisen. So ist für das Wort index beispielsweise auch die Schreibweise indexes erlaubt, ein octopus kann im Plural octopi oder octopuses (altgriechisch korrekt u.U. auch octopodes) geschrieben werden.

[4] Unzählbare Substantive (“uncountable nouns”)

Die folgenden Substantive können gewöhnlich NICHT in den Plural gesetzt werden (“two informations“). Viele dieser Wörter (z.B. luggage (“das Gepäck”) sind auch im Deutschen unzählbar. Andere, wie information, homework oder news sind im Deutschen jedoch zählbar – hier muss man besonders aufpassen

KategorieBeispiele
Materialien, Stoffecheese, coffee, gold, water, wood
Gruppenbezeichnungenfurniture, luggage, silverware
Abstrakte Substantiveadvice, damage, information, homework, love, news, money

Das dazugehörige Verb steht im Singular:
– “That is good news.” / “Das sind gute Neuigkeiten.”

Man kann sie auch nicht mit dem unbestimmten Artikel (“an information“) verwenden, wohl aber mit unbestimmten Mengenangaben:
– “some / little / much information”

Um diese Dinge in zählbare Mengen aufzuteilen, kann man die of-Fügung benutzen:

  • a cup of coffee (eine Tasse Kaffee)
  • a piece of information (eine Information)
  • a kilo of flour (ein Kilo Mehl)

Oft können auch unzählbare Begriffe dann in etwas anderer Bedeutung dann doch in der Pluralform gebraucht werden:

  • unzählbar: Coffee is produced in many African countries. (= Substanz)
  • zählbar: I’d like two coffees, please. (= eine Portion bzw. Tasse).
  • unzählbar: I often eat cheese for breakfast. (= Substanz)
  • zählbar: This shop offers a selection of cheeses. (= Arten von Käse)

[5] Substantive, die nur im Plural existieren

Manche Wörter haben nur eine Pluralform; das dazugehörige Verb steht ebenfalls im Plural:

  • These jeans are too tight. / Diese Jeans ist zu eng.
  • The police are chasing the thief. / Die Polizei jagt den Dieb.
TypBeispiele
besteht aus mehreren Bestandteilenthe stairs (Treppe), clothes (Kleidung), goods (Waren)
besteht aus zwei Teilenglasses (Brille), trousers/pants (Hose), jeans1
Gruppen von Menschen oder Tierenthe police (die Polizei), people2 (Leute), cattle (Vieh)

1 Will man speziell über eine Hose, eine Brille, etc. sprechen, verwendet man die Fügung a pair of:

  • It’s just a two-day trip. You needn’t pack an extra pair of pants.

2 Das Wort “people” kann auch im Plural verwendet werden, allerdings in der Bedeutung “Völker”. Vergleiche:

  • There were many people at the mall. (Leute / Menschen)
  • The indigenous peoples of North America, such as the Apache and the Sioux, were also called “Indians”. (Völker)

Englisch für die Uni: E-Mails auf Englisch schreiben

Das heutige Arbeitsblatt richtet sich mal an eine andere Zielgruppe: (angehende) Universitätsstudierende. Ich habe es für einen Erstsemester-Kurs mit dem Titel “Grundlagen wissenschaftliches Englisch” erstellt, aber es ließe sich auch gut in studienvorbereitenden Kursen einsetzen.

Thema ist das Verfassen von E-Mails an Professoren / Professorinnen und Mitglieder der Hochschulverwaltung (Auslandsamt, Studienservice, Prüfungsamt, etc.); zusätzlich zu Konventionen und Phrasen fürs E-Mail-Schreiben gibt es hier universitätsbezogenes Vokabular (transcript of records, midterm exam, medical certificate, usw.).

Hier geht’s zum Arbeitsblatt: (PDF) (DOCX)

(Die “bad example”-Mails auf der ersten Seite habe ich übrigens alle in dieser oder ähnlicher Form erhalten.)

Thanksgiving Special: Tisquantum and the First Thanksgiving (Leseverstehen 9. Klasse)

Nächsten Donnerstag ist Thanksgiving. Für die meisten wahrscheinlich ein schöner Familienfeiertag mit großartigem Essen, aber gleichwohl (wie auch der Columbus Day) nicht unumstritten. Das liegt an dem Mythos des “Ersten Thanksgivings”, der mit dem Feiertag verknüpft ist: jenes Festmahl, das die “Pilgrim Fathers” mit ihren indianischen Nachbarn feierten, nachdem diese sie vor dem Hungertod bewahrt hatten. John Oliver brachte die Problematik in einer Folge “Last Week Tonight” zum Thema Flüchtlinge so auf den Punkt:

“Let’s be honest here, every generation has had its own ugly reaction to refugees, whether they are the Irish, the Vietnamese, the Cubans or the Haitians, and those fears have been broadly unfounded. In fact there was only one time in American history when the fear of refugees wiping everyone out did actually come true, and we’ll all be sitting around a table celebrating it on Thursday.”

(John Oliver, Last Week Tonight, Nov 2015)

Das Arbeitsblatt befasst sich nun genauer mit einer historischen Persönlichkeit, die eine zentrale Rolle in der Geschichte spielt: dem amerikanischen Ureinwohner Tisquantum (kurz Squanto), der die Rolle des Dolmetschers zwischen Kolonialisten und Native Americans übernahm. Seine Geschichte ist tragisch und faszinierend. “Odyssee” ist hier wirklich ein passendes Wort. Tisquantum überquert den Atlantik insgesamt vier Mal, lernt vieler Völker Sitten (und zumindest die Sprache der Engländer) und erduldet auf dem Meer zahlreiche Leiden (er wurde entführt und sollte als Sklave verkauft werden). Aber im Gegensatz zu Odysseus ist ihm keine glückliche Heimkehr vergönnt. Als er wieder nach Hause kommt, findet er sein Heimatdorf menschenleer vor. In seiner Abwesenheit sind alle Stammesmitglieder an einer schrecklichen Seuche gestorben, die wahrscheinlich von französischen Seeleuten eingeschleppt wurde.

Die Epidemie hat ein Machtvakuum verursacht, in welches nun die Ankunft der englischen Siedler fällt, und in dem Tisquantum dank seiner Sprachkenntnisse so eine bedeutende Rolle übernehmen wird.

Lange Rede, kurzer Sinn: Hier geht es zum Leseverstehen Tisquantum and the First Thanksgiving (PDF) (DOCX)

Edit 06.12.2020 Korrektur eines fehlenden Bildnachweises, zweier Tippfehlers, und Konkretisierung der Vorschläge bei Schreibaufgabe TASK 5

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Kategorisiert in Grammatik

Rätselkrimi für die 6. Klasse: Inspector Graham and the Diamond Necklace

Vor einiger Zeit kamen beim Aufräumen auf dem Dachboden ein paar zwanzig Jahre alte Kommissar Kugelblitz-Bücher zutage. Die meisten erinnern sich wahrscheinlich an die kurzen Kriminalgeschichten, in denen der Täter sich durch irgendein Detail selbst verrät. Die LeserInnen können durch aufmerksames Lesen den Fall selbst lösen und ihren Verdacht mithilfe einer roten Lösungsfolie bestätigen.

Jedenfalls war ich dadurch inspiriert, einen eigenen Rätselkrimi zu schreiben. Herausgekommen ist dabei ein kleines Leseverstehen inklusive Rätsel für die sechste Klasse, ergänzt um eine Wortschatzaufgabe (“Im Haus”) und eine Grammatikaufgabe (simple past and past progressive). Ich präsentiere:

Inspector Graham and the Diamond Necklace (PDF) (DOCX)

Hier habe ich auch ein neues bildgestütztes Aufgabenformat ausprobiert (AUFGABE 2): Die SchülerInnen müssen aus einer Auswahl von drei Bildern entscheiden, welches der Darstellung im Text entspricht. Die Bilder habe ich mit der Webseite storyboardthat (externer Link) erstellt, zu der demnächst auch ein eigener Post folgt. Unten eine Bildauswahl:

Bei meiner Recherche habe ich übrigens auch entdeckt, dass es mittlerweile Kommissar Kugelblitz-Bücher zum Englischlernen gibt: Kommissar Kugelblitz in London und Kommissar Kugelblitz in New York (Amazon-Partnerlinks). Diese richten sich an Kinder im Grundschulalter. Hier reist Kugelblitz nach Großbritannien bzw. in die USA und unterhält sich dort (selbst zumeist auf Deutsch) mit seinen englischsprachigen Kollegen. Im Anhang gibt es eine Übersetzung aller englischen Ausdrücke und Phrasen. Mir persönlich haben die beiden Bücher allerdings nicht so gut gefallen wie die abgeschlossenen Kurzgeschichten der früheren Bände. Als Konzept für eine Erstbegegnung mit englischen Sprache finde ich es zwar theoretisch nicht uninteressant, allerdings müsste dafür meines Erachtens eine CD bzw. MP3-Datei mitgeliefert werden; nur anhand des Schriftbildes englische Ausdrücke zu lernen, ist nicht besonders sinnvoll, besonders wenn die Lernenden wenig Vorerfahrung mit der Sprache haben.

Lerncheck: Grammatik der 6. Klasse

Wenn der Lerncheck zur Grammatik der 5. Klasse euch viel zu leicht war, könnt ihr euch jetzt an der Grammatik der 6. Klasse versuchen. Das Dokument enthält 20 Aufgaben zu den wichtigsten Grammatikthemen des zweiten Lernjahres und einen ausführlichen Lösungsteil mit Erklärungen.

Bitte beachten: Die Stoffverteilung kann sich je nach Bundesland, Schulform und Lehrbuch unterscheiden – es kann also sein, dass ein Thema bei euch schon früher oder später behandelt wird. Schaut euch dazu am besten die Inhaltsübersicht auf Seite 19/20 an.

Lerncheck Grammatik 6. Klasse (PDF) (DOCX)

Englischkenntnisse testen: Grammatik 5. Klasse

Heute gibt es einen Test mit 21 Aufgaben zu den Grammatikinhalten des ersten Lernjahrs. Ich habe mich bei der Erstellung damals an den Lehrwerken English G2000, English G21 und Green Line (2006) orientiert; die konkreten Inhalte können natürlich je nach Lehrwerk, Bundesland und Schulform unterschiedlich sein.

Sinn und Zweck des Tests ist es, Wissenslücken aufzudecken und über die eigenen Sprachkenntnisse zu reflektieren. Ich würde ihn tatsächlich weniger für die Unterstufe, sondern eher für höhere Klassen oder Wiedereinsteiger empfehlen. Am Ende gibt es eine ausführliche Lösung mit Regelerklärung.

Hier geht’s zum Test: (PDF) (DOCX)

Die Zeiten im Englischen richtig benennen

Die Zeiten im Englischen sind auf den ersten Blick furchtbar verwirrend. Es kommt einem gerne so vor, als gäbe es eine unendliche Zahl davon, die anscheinend vollkommen willkürlich benannt sind.

Zum Glück ist das aber gar nicht so! Man muss eigentlich nur sehr wenige Wortbestandteile kennen, um sich den Namen einer Zeit herleiten zu können.

PUNKT 1: Simple and complex tenses – einfache und zusammengesetzte Zeiten

Zunächst einmal müssen wir uns verdeutlichen, wie die Zeiten im Englischen aufgebaut sind. Es gibt nur zwei sogenannte “simple” tenses, die aus einem einzigen Wort (mit angefügten Endungen) bestehen. Das sind das simple present (die einfache Gegenwart) und das simple past (die einfache Vergangenheit).

simple present: I play. (Ich spiele)
simple past: I played. (Ich spielte)

Alle anderen Zeiten sind zusammengesetzt – das heißt, wir brauchen Hilfsverben, um sie zu bilden. Glücklicherweise gibt es da erst einmal nur zwei – to have und to be. Sie können natürlich in verschiedenen Zeiten gebraucht und auch kombiniert werden.

to have: I have gone, I had gone, I will have gone …
to be: I am going, I was going, I will be going, I had been going …

Desweiteren gibt es dann noch die Konstruktionen will + Infinitiv und be going to + Infinitiv, mit denen man ausdrücken kann, dass etwas in der Zukunft geschehen wird.

 

Punkt 2: TENSE – Die Zeit

“Tense” oder einfach “Zeit” sagt uns, wann eine Handlung passiert ist – jetzt, früher, oder noch gar nicht. “Tenses” gibt es im Englischen tatsächlich nur drei, und zwar:

PRESENT – Gegenwart oder Präsens: Ich gehe.
Bsp: I play, I am playing, I have played, I have been playing.

PAST – Vergangenheit: Ich ging.
Bsp: I played, I was playing, I had played, I had been playing.

FUTURE – Zukunft: Ich werde gehen.
Bsp: I will play, I will be playing, I will have played; I’m going to play

 

Punkt 3: ASPECT – Der Aspekt

Das wäre wunderbar einfach – allerdings gibt es neben TENSE noch ein weiteres Merkmal, in dem sich die englischen Zeiten unterscheiden. Das ist der sogenannte ASPEKT. Der Aspekt sagt uns nicht, wann eine Handlung passiert ist, sondern wie diese Handlung gesehen wird. Hier müssen wir uns drei Begriffe merken:

a) PROGRESSIVE: Der progressive aspect wird mit einer Form von to be und der ing-Form gebildet. Die Form von to be passt sich in der Zeit an: Für das present progressive nimmt man die Präsens-Formen von to be (am, is, are), für das past progressive die Vergangenheitsformen (was, were) … und so fort.

 

present progressive I am playing.
past progressive I was playing.
future progressive I will be playing.

b) SIMPLE: Simple bedeutet einfach nur “kein progressive” – d.h. kein be + ing-Form.

simple tense progressive tense (be + ing)
I play. I am playing.
I played. I was playing.

Die Bedeutung des progressive aspects ist, dass sich eine Handlung zu einem bestimmten Zeitpunkt im Verlauf befindet und noch nicht abgeschlossen ist – im Gegensatz zum simple aspect. Vergleiche:

  • simple: I’ve cleaned the car. Look how shiny it is!
    – Ich habe das Auto gewaschen. Schau, wie sauber es ist. (Ergebnis wird betont, abgeschlossen)
  • progressive: I’ve been cleaning the car, but I’m still not done.
    – Ich wasche (seit einiger Zeit) das Auto, aber ich bin immer noch nicht fertig. (Vorgang wird betont, nicht abgeschlossen)

c) PERFECT: Der perfect aspect sagt aus, dass etwas vor einer anderen Handlung geschehen ist. Man bildet ihn mit einer Form von have und dem past participle (d.h. der ed-Form oder “dritten Spalte”).

Den perfect aspect gibt es in allen drei Zeiten …

  • The windows are clean (present) because I have just cleaned (present perfect) them.
    – Die Fenster sind sauber, weil ich sie gerade geputzt habe.
  • The windows were clean (past) because I had just cleaned (past perfect) them.
    – Die Fenster waren sauber, weil ich sie gerade geputzt hatte.
  • The windows will be clean (future) because I will have cleaned (future perfect) them.
    – Die Fenster werden sauber sein, weil ich sie geputzt haben werde.

… und natürlich auch mit dem progressive aspect kombiniert:

  • present perfect progressive: I have been cleaning.
  • past perfect progressive: I had been cleaning.
  • future perfect progressive: I will have been cleaning.

 

Und nun zur Anwendung.

Um eine Zeit richtig zu benennen, müssen wir uns also nur drei Fragen stellen:

a. In welcher Zeit steht das Verb bzw. Hilfsverb – past, present, future?
b. Gibt es eine Form von have und ein Past participle – perfect oder nicht?
c. Gibt es eine Form von to be mit ing-Form – progressive oder simple?

present, past, future? perfect (have + past participle) progressive (be + ing) oder simple? Name der Zeit
I am going am: present nein progressive present progressive
I was going was: past nein progressive past progressive
I will be going will be: future nein progressive future progressive
I have gone have: present ja simple present perfect
I have been going have: present ja progressive present perfect progressive
I had been going had: past ja progressive past perfect progressive
I went went: past nein simple past simple

 

Classroom language: Häufige Fehler

Natürlich wissen wir eigentlich alle, dass es do your homework heißt und nicht make your homework oder gar make your homeworks. Trotzdem gibt es einige Fehler, die gerade in der Sprache im Klassenzimmer ständig auftauchen. Dementsprechend häufig hört man sie, und ehe man sich versieht, sind sie unauslöschlich im Gedächtnis eingebrannt. Hier ein paar Klassiker.

  1. Please open your books on page 20.
    Hier muss es entweder to oder at page 20 heißen.
  2. We’re going to write a test tomorrow.
    Unfassbar, aber wahr: Englischlehrer sagen es seit Generationen falsch. Im Zusammenhang mit Tests kann man die Verben take und do verwenden – nicht aber write.
  3. Time’s over – hand in your tests!
    Korrekt wäre hier Time’s up. Der Ausdruck … time is over bezieht sich gewöhnlich auf eine Zeitspanne in der Vergangenheit; hier könnten wir das Wort time also mit Zeitalter übersetzen. Um es mit Galadriel zu sagen: The time of the elves is over. 
  4. Please explain me the rule.
    Richtig heißt es: Please explain the rule to me.
  5. Make your homeworks! / Collect informations!
    Doch, der musste natürlich in die Liste. Erster Fallstrick: Für das Erledigen von Hausaufgaben verwendet man das Wort do (separater Post to come).
    Zweitens ist das Wort homework (wie information und advice) unzählbar – hier darf man also nie ein -s anhängen. Genauso wenig sagt man a / one homework.
  6. What means the word “dictionary”?
    Gleiche Regel wie bei anderen Fragen im simple present, die nicht nach dem Subjekt des Satzes fragen: Wir brauchen das Hilfsverb do. Sprich: What does the word “dictionary” mean? Oft wird dieser Satz auch fälschlicherweise gebraucht, um nach einer deutschen / englischen Übersetzung zu fragen: “What does the word ‘Katze’ mean in English?” Stattdessen sollte die Frage heißen: “What’s ‘Katze’ in English?” oder “How do you say ‘Katze’ in English?”
  7. I mean that all drugs should be legalized. / My meaning is that all drugs should be legalized.
    Das Wort “mean” heißt “bedeuten” (This word means “bear”.) oder beabsichtigen (That’s not what I meant to say), aber nicht “der Meinung sein”. Dafür verwendet man – je nach Kontext – Verben wie believe, think oder feel. Ebenso bedeutet meaning nicht etwa “Meinung”, sondern “Bedeutung”. Also: In my opinion / In my view, all drugs should be legalized.
  8. Aussprache: apostrophe
    Betonung auf der zweiten Silbe, das -e am Ende wird ausgesprochen. Das Wort klingt also von Betonung und Silbenzahl her wie psychology, nicht wie cottage loaf. Analog und ebenso oft falsch ausgesprochen: catastrophe und anemone.
  9. Aussprache: psychology 
    Ich schweife vom Thema classrom language ab, aber wo wir dabei sind: Das p in psychology ist stumm, man sagt also saɪˈkɒlədʒi. Ebenfalls mit stummen p beginnen alle damit verwandten Wörter (psychologist, psychiatry, psychotherapy …) und weitere aus dem Griechischen stammende Begriffe wie pneumonia, pneumatic und pterodactyl.
  10. There is an elephant on the picture.
    Dieser Satz ist eine Übertragung aus dem Deutschen (Auf dem Bild ist ein Elefant). Im Englischen verwendet man hingegen die Präposition in – was, genauer bedacht, eigentlich mehr Sinn macht. Ich habe mir einmal erlaubt, dazu eine kleine Grafik zu erstellen:
    elephant in the picture
  11. Let’s discuss about this problem. / Comment this article.
    Im Deutschen diskutiert man häufig einmal über etwas. Im Englischen steht discuss hingegen immer ohne Präposition: Let’s discuss this problem. Das umgekehrte Problem haben wir bei to comment – hier brauchen wir die Präposition on: Comment on this article. 
  12. Can you hold a presentation?
    Genau wie eine Rede (a speech, a talk) wird eine Präsentation nicht gehalten, sondern gegeben: Can you give a presentation?
  13. In the article stands that …
    Korrekt wäre: The article says that …